Montag, 30. Dezember 2013

Spiegelei-Töpfchen

"Duuuuuuuu_huuuuu, Uschi", hebt Tom, die studentische Hafenhilfskraft, an zu erzählen, als er genüsslich seine erste Portion Pommes Rot-Weiß des Tages in sich hineinwolft, "ich hab' zu Weihnachten so zwei kleine Mini-Kasserollen von Tupper geschenkt bekommen. Also nicht von Tupper natürlich, sondern von meiner Tante. Auf jeden Fall: WAS SOLL ICH DAMIT?" Ratlos schaut Tom mich an und ich ahne, dass er gerne ein paar Rezepte haben möchte, mit denen er punkten kann.
"Ja gut, Tom." seufze ich, "hast du die Dinger dabei?" Und na klar, hat er. 

Tom reicht mir gerade sein Weihnachtsgeschenk über den Tresen, als er seinen Vorarbeiter sieht. "Upsi!" stöhnt er und nimmt die Beine in die Hand um schnellstmöglich wieder an seinen Arbeitsplatz zu kommen, allerdings nicht ohne sich mit einem gehetzten "Bis später!" zu verabschieden.

"Ok, fange ich mit einem Frühstück an", denke ich ergeben und mache mich an die Zubereitung der Mahlzeit. Dazu heize ich erst einmal den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze und richte meinen Arbeitsplatz her. 

Nun lege ich 

etwas Butter zum Einfetten der Kasserollen
1 Tomate, die ich sorgfältig wasche und abtrockne
2 Frühlingszwiebeln
3 Scheiben gekochten Schinken
2 Esslöffel Sahneschmelzkäse und
2 Eier 

bereit. Der Salzstreuer steht in greifbarer Nähe.

Zunächst fette ich die beiden 250 ml-Töpfchen mit der Butter ein und schneide dann die Tomaten in mittelgroße Würfel von vielleicht 0,5 cm Kantenlänge. Die Tomaten salze ich und gebe jeweils die Hälfte in ein Töpfchen. Nun putze ich die Frühlingszwiebeln und schneide sie in Ringe, die ich auf den Tomaten verteile. Hierauf gebe ich je einen Esslöffel Schmelzkäse und darauf den Schinken, den ich in Würfel geschnitten habe. Nachdem die Töpfchen nun zu drei Viertel gefüllt sind, schlage ich auf jede Portion ein Ei, lege die beiden Deckelchen auf und schiebe alles für 20 - 25 Minuten, je nachdem in welchem Garzustand man sein Spiegelei essen möchte, in den heißen Backofen.

Nach Ende der Garzeit hole ich die beiden Töpfchen aus dem Ofen und lasse sie solange ruhen, bis ich eine Scheibe Graubrot geröstet habe und richte alles zusammen auf einem Teller an. Tja, und wenn jetzt Tom käme, könnte er probieren. Aber so bleibt mir nur ein Beweisfoto zu schießen und selber herzhaft zuzulangen. Guten Appetit.

Donnerstag, 7. November 2013

Pyttipanna

Wie jeden Morgen stehe ich in meinem Imbiss und bereite das Tagesgeschäft vor. Dazu muss ich alles, was ich für einen reibungslosen Ablauf brauche, schneiden, schnipseln, auffüllen ... Die Saucen müssen gekocht, die Schnitzel paniert, die Frikadellen abgedreht und gebraten werden ... 

Ich bin gerade dabei, die Kartoffeln für die Pommes Frittes zu schneiden und vorzufrittieren, als Biggy angestöckelt kommt. 

"Duuuuuuu_huuuuu Uschi, nur meine schwedische Tante, also die Tante Solveig, näää, die kommt auf Besuch und da würde ich gerne dieses eine Gericht kochen. Du weißt schon, wo man alle Reste für aufbrauchen kann. Das ist voll praktisch für Gäste, weil man dann nicht extra einkaufen braucht. Nur wie heißt das denn noch?" Während die blonde Biggy weiter überlegt, fahre ich fort, mit den Vorbereitungen. Ich mache die Pommes immer auf belgische Art. Das ist zwar aufwändiger, aber das Ergebniss spricht für sich. 

"Ich weiß wieder!" ruft Biggy plötzlich freudestrahlend: "Puppi Papaya ... oder so ähnlich." "Okay, Puppi Papaya also", grinse ich, aber ich weiß natürlich, was Biggy meint: Pyttipanna

Pro Person braucht man für dieses Reste-Essen:

2 oder 3 gekochte Kartoffeln vom Vortag
1/4 Zwiebel
50 g Bacon
1 dicke Scheibe Rest-Braten, Wurst o. ä. 
1 oder 2 frische Eier
Petersilie
Fett zum Braten
Optional: Salz und Pfeffer
Man kann auch noch Gemüseüberbleibsel, wie z. B. Erbsen, Möhren, Paprika ...mit hineingeben.

Ich laufe schnell in die Katakomben meines Imbisswagens um das Benötigte zu holen und nachdem ich wieder im Kochbereich stehe, stelle ich eine gusseiserne Pfanne auf den Herd und erhitze diese auf höchster Stufe. Nun pelle ich die Kartoffeln und schneide sie in Würfel von ca. 1 cm Kantenlänge. Als die Pfanne heiß ist, gebe ich reichlich Bratfett hinein, warte einen Moment, bis es sich erwärmt hat und füge die Kartoffelwürfel hinzu, die ich im weiteren Verlauf des Geschehens unter mehrmaligem Wenden golbraun brate. Während die Kartoffeln so vor sich hin brutscheln, schneide ich die geschälte Zwiebel in feine, den Speck und den Braten in etwa gleichgroße Stücke, wie die Kartoffeln. Dabei vergesse ich aber nicht, die Kartoffeln hin und wieder zu schwenken. Als diese fast fertig sind, schütte ich das Fett ab, gebe Bacon, Zwiebeln und das Fleisch mit in die Pfanne und lassen alles noch eine Weile bei mittlerer Hitze braten. Gleichzeitig stelle ich eine weitere Pfanne auf den Herd, erwärme diese und brate die Spiegeleier bei moderater Hitze "sunny side up", also so, dass das Eiweiß gestockt und das Eigelb noch flüssig ist. Das "Pfannengeröstel" würze ich final mit etwas Salz und Pfeffer und streue die Petersilie, die ich täglich frisch hacke und somit immer zur Hand habe, darüber. 

Irgendwie scheint Biggy ein Gespür dafür zu haben, wann das Essen fertig ist, denke ich, als ich sie fröhlich auf meinen Imbiss zukommen sehe und häufele ihr schon mal eine Portion des Pyttipanna und ein Spiegelei auf einen Teller.

"Boah, Uschi", sagt Biggy schmatzend, nachdem sie das Eigelb angepiekst und den ersten Bissen gegessen hat. "Das ist so lecker. Genau wie bei meiner Tante Solveig in Schweden immer." Und dann mampft sie ihre Portion genüßlich in sich hinein um gleich darauf noch etwas Nachschlag zu fordern.

Montag, 4. November 2013

Einfaches Spritzgebäck

Als vielbeschäftigte Frittenfachverkäuferin muss ich darauf achten, dass ich gut mit meiner Zeit haushalte. Ein gutes Zeitmanagement ist dabei das "A" und "O" und deshalb muss ich gucken, dass ich meine Weihnachtsbäckerei frühzeitig und zwischen dem normalen Tagesgeschäft in Gang bringe. Naja, und deshalb habe ich schon heute mit der ersten Sorte angefangen und so zieht ein köstlicher Duft nach frischgebackenen Plätzchen durch die Hafenanlage und lockt unter anderem auch Biggy an. 

"Boah Uschi, was machst'n da?" fragt Biggy und greift nach einem der Kekse, die zum Auskühlen auf einem Gitter auf der Theke liegen. Als sie nach einem zweiten greifen will, ziehe ich das Gitter allerdings weg und weise darauf hin, dass ich die diesjährigen Bestellungen ausschließlich per SMS unter der bekannten Handy-Nummer entgegen nehme.

"Sonst geht das unter, meine Liebe", füge ich hinzu. Aber das hört Biggy nicht, denn sie gibt gerade hochkonzentriert den Text in ihr Smartphone ein:

"Liebe Uschi, ich nehm von allen Plätzchen dieses Jahr. Deine Biggy"

"0172 952 ..." nuschelt sie tippend vor sich hin, aber leider kann ich nicht verstehen, ob sie die richtige Nummer eingibt, denn es kommen gerade ein paar hungrige Seeleute an den Imbiss. Aber als ich die fünf georderten Portionen Pommes in die Fritteusen werfe, kündigt das leises Klirren meines Handies die SMS an ...


 Für diese Plätzchen benötigt man:

750 g Mehl
375 g Butter (weich)
375 g Zucker
3 Eier
3 Päckchen Vanillezucker und
1 gestr. TL Backpulver

Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach dazu geben und zu einer homogenen Masse verschlagen. Das Mehl gut mit dem Backpulver mischen und portionsweise unter die Buttermasse kneten. Den fertigen Teig eine Stunde in den Kühlschrank stellen und dann durch den Drehwolf nudeln. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen und wenn die Plätzchen fertig sind, diese auf einem Gitter auskühlen lassen.

Der Teig ist, wenn man ihn nicht in den Kühlschrank stellt, so weich, dass man ihn auch hervorragend durch die Plätzchenpresse oder einen Spritzbeutel drücken kann.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Kürbissuppe

"Moin, Uschi", brummelt Biggy, nachdem sie das Kopfsteinflaster in der Hafenanlage auf ihren Ultra-Stilettos ohne Bein- und Absatzbruch gemeistert hat und wohlbehalten am Imbiss ankommt. 

"Sach ma', kann man aus Kürbisen eigentlich sonst noch was machen, außer diese blöden Grinse-Köppe?"
"Na klar, kann man", antworte ich und sage, dass sie in ca. zweieinhalb Stunden wiederkommen könne, dann hätte ich was für sie. Biggy veranbschiedet sich bis später und als sie den beschwerlich-wackeligen Weg zurück zu ihrem Büro antritt, gucke ich lieber nicht hin ... 

Stattdessen mache ich mich an die Arbeit und hole zunächst einmal alle benötigten Zutaten aus den Katakomben meines Imbisswagens und nachdem ich (für 2 Personen)

1 Hokaido-Kürbis
200 ml Sahne
Brühe (1 Kelle)
125 g Bacon-Würfel 
2 EL Sahne-Schmelzkäse
1 Knoblauchzehe

optional: Salz und Pfeffer

bereitgelegt habe, schalte ich den Backofen auf 130°C Ober-/Unterhitze. Danach köpfe ich den Kürbis. Ich löse das Innenleben - also die Kerne und die Fäden heraus und stelle ihn in eine feuerfeste Form. Dann stelle ich einen Topf auf, lasse den Speck aus und gebe 1 Kelle Brühe, die Sahne und den Schmelzkäse hinein, würze mit feingewürfeltem Knoblauch und lasse es aufkochen. Nun fülle ich die Käsesuppe in den Kürbis und schiebe das Ganze für ca. 2 Stunden in den Backofen. Kurz vor Schluss gebe ich noch mal ordentlich Grill-Hitze drauf, damit sich eine schöne, knackige Kruste bildet

In dem Moment, als ich den Kürbis aus dem Ofen hole, stöckelt auch schon Biggy an. Ich schöpfe eine Portion Suppe aus dem Kürbis, schabe Kürbisfleisch vom Rand und serviere ihr alles in einem tiefen Teller.

"Boah, Uschi", mümmelt Biggy, nachdem sie sich die Kürbisschale auch noch geangelt hat und das Fruchtfleisch vom Rand ablöffelt, "das ist so voll lecker!" Mehr sagt sie nicht, denn sie ist beschäfftigt ...

Montag, 9. September 2013

Krautsuppe, wie meine böhmische Oma sie immer gemacht hat

Schon von Weitem höre ich das unverwechselbare ploppschmatzen, welches die Gesundheitsschuhe von Gesine Meier-Herne auf dem alten Kopfsteinpflaster erzeugen. Ich schaue hoch und tatsächlich, ich habe mich nicht getäuscht. Die Chef-Disponentin von "Fracht-Shipping & More" kommt mit großen Schritten auf meinen Imbiss zu.

"Guten Morgen, Frau Currywurst, ich hätte da mal eine Bitte. Ich würde so gerne mal wieder Krautsuppe essen, haben Sie da ein Rezept?"

"Aber selbstverständlich", antworte ich und verwerfe meinen eigentlichen Plan für den heutigen Mittagstisch. "Kommen Sie doch einfach zur Mittagszeit wieder, dann ist die Suppe fertig."

Gesine Meier-Herne nimmt noch eine Kaffee "auch für Togo" und verabschiedet sich, denn die Arbeit ruft. Ich indessen klettere mal wieder in die Katakomben meines Imbisswagens hinab und gehe den schmalen, dunklen Gang entlang, bis ich zum sogenannten Trocken-Lager komme. Ich betrete den Raum und schalte das Licht an. In den Regalen sind alle Vorräte, die keiner weiteren Kühlung bedürfen untergebracht und ich packe

1 große Dose Sauerkraut und
1 mittlere Zwiebel

in meinen Korb. Nun gehe ich hinüber in die separate Kühlkammer und nehme

250 g geräucherten Bauchspeck
4 Krakauer Würstchen (wir mögen keine Debreziner)
1 Becher Schmand und
750 ml kräftige Fleischbrühe, die ich in Flaschen abgefüllt habe. 

Butterschmalz 
Tomatenmark und
Paprikapulver, edelsüß 
Salz und Pfeffer (optional zum Nachwürzen)

habe ich oben im Kühlschrank, in dem ich die Waren für das übliche Tagesgeschäft untergebracht habe.

Kümmel, so hat mir Frau Meier-Herne noch anvertraut, verträgt sie überhaupt nicht und ich finde, dass sich das gut trifft. Denn mit Kümmel kann man mich jagen und meine Oma war immer so nett und hat mir eine Portion dieser Suppe abgezweigt, bevor sie mit dem Gewürz hantierte. 

Als ich wieder in der Küche meines Imbisswagens stehe, lege ich mir die Zutaten zurecht und beginne mit der Zubereitung der Krautsuppe.

Ich schäle die Zwiebel und schneide sie in feine Würfel. Dann schneide ich die Knorpel und Knöchelchen aus der Bauchspeck-Seite, schneide die Schwarte ab und den Speck über die schmale Seite in fingerdicke Streifen. Ich stelle einen Topf auf den Herd, gebe Butterschmalz hinein und erhitze dieses. Nun füge ich die Zwiebelwürfel und die Speckstreifen hinzu und lasse sie glasig angehen. Ich öffne die Dose mit dem Sauerkraut und hacke das Kraut auf meinem Brettchen ein paar mal mit dem großen Kochmesser durch, damit man die Suppe nachher eleganter essen kann. Nun gebe ich das Tomatenmark zu dem Zwiebel-Speck und vermische alles, bevor ich das Sauerkraut zufüge und alles mit der Fleischbrühe aufgieße. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Sauerkraut nicht im tiefen Becken schwimmt, sondern höchstens knapp bedeckt ist. Ich würze mit ungefähr 2 Esslöffeln Paprika und lasse alles für ca. 15 Minuten mit geschlossenem Topfdeckel kochen. 

In der Zwischenzeit habe ich einen weiteren Topf mit etwas Wasser aufgestellt, in dem ich die Krakauer Würste brühe. Ok, es sind zwar eigentlich Grillwürste, aber in diesem Fall kann ich sie in gegrillt nicht gebrauchen und so brühe ich sie eben.

Als die Suppe fertig ist, schneide ich die Wurst in üblichgroße Suppenwurst-Stücke und gebe sie in die  ... na klar, Suppe und lasse alles noch ein kleines Weilchen auf kleiner Flamme ziehen.

Als Gesine Meier-Herne kommt und eine Portion ordert, richte ich die Suppe auf einem tiefen Teller an und gebe einen Klecks Saure Sahne darauf.

Gespannt beobachte ich die Chef-Disponentin und bin auf ihre Reaktion gespannt ... 

"Lecker!", sagt sie, nachdem der Teller leer und die Lippen abgetupft sind, "und sie haben sogar den Kümmel weggelassen." "Na klar, habe ich ... und völlig uneigennützig" grinse ich in mich hinein ...

Donnerstag, 5. September 2013

Spaghetti mit Würstchen à la Pippi Langstrumpf

"Moin Uschi", grüßt Tom, die studentische Hafenhilfskraft für alle Fälle, lässig, als er an den Imbisswagen tritt. "Du weißt ja schon, dass heute der 5. September ist, näää!?" fragt er und ich ziehe misstrauisch die rechte Augenbraue bis kurz unter meinen Seitenscheitel, ahnend, dass jetzt irgendetwas religiöses kommt und antworte ziemlich verhalten: "Jaaaaaaaaaaa!?", woraufhin mir Tom erklärt, dass er aus religiösen Gründen jedes Jahr am 5. September nur und ausschließlich Spaghetti essen dürfte, so wie die, die  Pippi Langstrumpf dereinst in der Villa Kunterbunt gekocht hat. 

"Womit habe ich das nur verdient" stoßseufze ich und krame mein Astrid-Lindgren-Kochbuch hervor, in dem die Autoren die Rezepte aus den diversen lindgrenschen Büchern zusammengetragen und dann recherchierten, wie diese Gerichte üblicherweise in Schweden gemacht werden.

Aber nun zu Pippi Langstrumpf und ihren Spaghetti.

Ich klettere die steile Stiege in die Katakomben des Imbisswagens hinab und suche mir die Zutaten (wie immer schreibe ich für das Blog die haushaltsüblichen Mengen auf) zusammen

500 g Spaghetti
600 g Wiener Würstchen
4 kleine Zwiebeln
4 Butter
8 Tomatenmark
500 ml Fleischbrühe

und eile wieder nach oben. 

Schnittlauch und Petersilie 

wachsen in den Blumenampeln, die ich rund um meinen Imbisswagen aufgehängt habe und ich schneide zunächst die entsprechende Menge Petersilie ab. Als ich gerade dem Schnittlauch an's Leder will, sozusagen, überlege ich, dass ich den weglassen werde, weil ich finde, dass der nicht so gut dazu passt.

Nachdem ich alle Zutaten beisammen habe, schalte ich den Herd ein und stellen einen großen Topf mit Wasser auf, in dem ich später, nachdem ich das Wasser gesalzen habe, die Nudeln gare. Nun schneide ich die Würstchen in dünne Scheiben und die Zwiebeln in feine Würfel. 

Zwischenzeitlich stelle ich einen weiteren Topf auf den Herd und gebe die Butter hinein, um die Zwiebeln darin glasig zu dünsten. Nun rühre ich das Tomatenmark unter und fülle mit der Fleischbrühe auf. Ich lasse alles so lange köcheln, bis es eine saucige Konsistenz hat - ein bisschen flüssig darf es aber trotzdem noch sein. Dann  füge ich die Wurstscheiben zu und erwärme sie in der Sauce. Zu guter Letzt hebe ich die gehackte Petersilie und die mittlerweile bissfest gegarten und abgeschüttelten Spaghetti unter und vermenge alles gut.

Ich bin gerade fertig, als Tom um die Ecke geschlendert kommt, fast so, als ob er es gerochen hätte, und lässt sich die erste Portion des Tages geben. Als er den ersten Bissen hinuntergeschluckt hat, strahlt er über das ganze Gesicht und teilt mir zufrieden mit: "Boah Uschi, genau wie damals in der Villa Kunterbunt." Und nachdem er einigermaßen gesättigt ist, macht er sich einen Bart aus Spaghetti, denn er will auch einmal Seeräuber werden ... später, wenn er erwachsen ist.

Montag, 3. Juni 2013

Haferkekse nach Tante Solveig

"Duuuuuuu_huuuuu Uschi," fängt die blonde Biggy an und ich stöhne innerlich auf, "am Sonntag kommt meine schwedische Tante zu Besuch und ich brauche dring.end Haferkekse nach unserem alten Familienrezept. Kannst du mir die backen?" "Ok," erwidere ich, "dann rück das Rezept mal raus." 

Nun erzählt mir Biggy, dass das leider nicht geht, denn das Rezept ist streng geheim und darf niemals schriftlich weiter gegeben werden, denn sonst werden diese Kekse fortan immer anbrennen. 

"Und wie soll ich die dann nach eurem Familienrezept backen?" frage ich leicht gereizt, aber das findet Biggy, ist kein Problem und so flüstert sie mir, nachdem sie sich nach allen Seiten umgeguckt und keinen niederträchtigen Rezepträuber mit gezücktem Bleistift gesehen hat, die Zutaten und die ungefähre Vorgehensweise ins Ohr. Dann muss ich hoch und heilig versprechen, dass Rezept niemals niederzuschreiben ... 

Tja, es tut mir also leid, das Rezept wird nicht veröffentlicht. Ich kann ja schlecht riskieren, dass diese kleinen Köstlichkeiten nicht mehr gelingen werden. Allerdings gibt es jede Menge Haferkeks-Rezepte im Netz, auf die man zurückgreifen kann.

"Boah, Uschi," mault Biggy, als sie die Kekse sieht, "was genau hast du an 'kleine Häufchen auf das Backblech legen', nicht verstanden?" Aber nachdem sie einen Bissen genommen hat, ist sie wieder versöhnt ...

Samstag, 1. Juni 2013

Buchweizenbrötchen - The Next Generation

Nachdem mit gestern der Hefeteig für die Buchweizenbrötchen - die ab jetzt zu meinen täglichen Routinen gehören werden - nicht so gut gelungen war, habe ich mich noch einmal an's Werk gemacht.

Die Zutaten sind die Gleichen, allerdings habe ich diesmal normales Salz an Stelle des Bärlauchsalzes verwendet. Dadurch sind sie aber etwas unwürziger geworden, sozusagen. Außerdem habe ich keine Kartoffelstärke genommen, sondern Maisstärke.

175 g Buchweizenmehl
100 g Speisestärke
100 g glutenfreies Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
1 1/2 TL Salz 
1 EL Zcker
1 Schuss Rapsöl, das Olivenöl war alle
225 g Wasser

Aus diesen Zutaten habe ich mit Mixer und Knethaken in ca. 5 Minuten einen Teig geknetet, der idealerweise am Ende kleine Luftporen aufweisen sollte. 

Nun habe ich den Teig, im Gegensatz zu gestern, gute anderthalb Stunden gehen lassen, noch einmal geknetet und dann 12 Bällchen daraus geformt. Diese Teiglinge habe ich dann in das gefettete Muffinblech gelegt, über Kreuz Schlitze hineingeschnitten und nochmals für ca. 45 Minuten abgedeckt gehen lassen. Kurz bevor ich das Blech in den auf 220°C vorgeheizten Ofen geschoben habe, habe ich ein hitzebeständiges Schälchen mit Wasser hineingestellt und die Teiglinge mit gesiebter Speisestärke bestäubt, was ich aber beim nächsten Versuch nicht mehr machen werde, also das mit der Stärke. Ok, es beeinträchtig den Geschmack nicht, ist aber überflüssig.

Die Backzeit beträgt ca. 20 Minuten auf mittlerer Einschubhöhe.

Freitag, 31. Mai 2013

Buchweizen-Bärlauchbrötchen - Der Prototyp

Mir schwant nichts Gutes, als ich Gesine Meier-Herne, die Chef-Disponentin von "Fracht-Shipping & More" auf meinen Imbiss zukommen sehe. Und in der Tat hat mich mein Gefühl nicht getäuscht.

"Frau Currywurst," fängt sie freundlich an, "ich habe am Montag ein Meeting mit der "Glutenfrei-Liga" und  bin dran, etwas zu Essen mitzubringen. Naja, ich hatte da an Schnittchen gedacht, aber Sie wissen ja, Brot und die üblichen Getreidesorten sind ein absolutes Tabu und es wäre doch schön, wenn ich etwas in dieser Art präsentieren könnte. Das wäre so lieb von Ihnen und ich stünde in Ihrer Schuld, wenn Sie sich der Sache annähmen." und nach einem Blick auf ihre Uhr enteilt sie mit den Worten: "So, ich muss wieder los, ich verlass' mich auf sie!" und schwupps, weg ist sie. 

"Na super," denke ich und durchforste meine Trockenkammer nach geeigneten Zutaten. Schnell werde ich fündig und packe 

(175 g) Buchweizenmehl
(100 g) Kartoffelstärke
(100 g) glutenfreies Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
(1 1/2 TL) Bärlauchsalz
(1 TL) Zucker
(1 EL) Olivenöl 

in meine kleine Transportkiste. Die benötigten

220 ml Wasser

 bekomme ich natürlich aus dem Wasserhahn. 

Ich mische die trockenen Zutaten - die Kartoffelstärke sollte idealer Weise gesiebt sein, was ich mir aber geschenkt habe - in einer geeignet großen Schüssel.  Dann gebe ich das Olivenöl und das Wasser hinzu und verknete alles mit dem knetbehaktem Handmixer gründlich zu einem Teig. Ich habe es wohl nicht gründlich genug gemacht, denn der Teig ist nicht richtig aufgegangen. Aber gut, ist ja auch erst der Prototyp. Der Teig ist, anders als bei einem normalen Hefeteig nicht ganz so elastisch und eher eine Masse, als eine Kugel. Aber man kann ihn gut formen und so habe ich mein Muffinblech dünn gefettet und in jedes der 12 Mulden ein Teigbällchen gelegt. Das Ganze dann ca. eine halbe Stunde aufgehen lassen, aber wie gesagt: s. o. und im auf 220°C vorgeheizten Backofen 20 bis 25 Minuten backen.

Geschmacklich erstaunlich gut, wie später auch Gesine Meier-Herne feststellen wird. Allerdings muss ich die Teigkneterei noch etwas optimieren. 

Nachtrag am 01.06.2013:

Falls Brötchen übrig bleiben, kann man diese bis zum nächsten Tag in einer gut verschlossenen Plastiktüte aufbewahren. Wenn man sie dann essen möchte, einfach aufschneiden und auf einer guten mittleren Stufe knusprig toasten. Schmeckt fast noch besser, als frisch aus dem Ofen. Allerdings sollte man sie direkt aus dem Toaster essen, sozusagen, und nicht lange liegen lassen. Mit ordentlich gesalzener Butter drauf ... lecker.

Montag, 20. Mai 2013

Dieser Tage Pfingsten: Spanferkel vom Grill

Wir befinden uns viele, viele Jahre nach Christus. Ganz Bad Braeckeln bricht zur fröhlichen Familien-Pfingstkanutour auf. Ganz Bad Braeckeln? Nein! Eine fleißige Frittenfachverkäuferin hört nicht auf, dem hungrigen Volke Nahrung zu bereiten ... 

Naja, und weil das Wetter so schön war ... habe ich einfach mal Spanferkel auf den Grill geworfen. Macht sich ja fast von alleine und so konnte ich mich gemütlich in meine Hängematte legen und meine Nase in die Sonne halten mich rudernderweise auf meinen Outdoor-Heimtrainer schwingen und den Tag genießen.

Das Spanferkel - ca. 750 g - wird einfach über Buchenholz gegrillt, ab und zu mal mit Salzwasser besprüht und bei einer Temperatur von 210 °C ca. 1,5 - 2 Stunden gegart,  das war's ... 

Freitag, 19. April 2013

Steak-Sandwich

Mein Blick schweift über die Hafenanlage und bleibt an der Pier hängen. Die "Erpel II" das Schnellboot der Wasserschutzpolizei macht gerade am Anleger fest und nachdem alle Taue ordentlich verzurrt sind, schlendern Manni und Holger auf meinen Imbiss zu. Die beiden sehen nach echtem Hunger aus und so beeile ich mich, alles für ein bzw. zwei Steak-Sandwiches zurecht zu legen.

Dazu benötige ich

1 Ciabatta-Brot, bzw je nach Größe 1/2 bis 2/3 davon
2 Rindersteaks
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Zitronensaft

und später noch, als Biggy kommt

1 handvoll Ruccola

Schnell würze ich die Steaks mit Salz und Pfeffer und lege sie auf meinen Grill - alternativ geht natürlich auch eine Pfanne, in die man stark erhitzt und in die man dann etwas Olivenöl hineingegeben hat - und  brate sie bis zum gewünschten Garpunkt. Als das Fleisch fertig ist, lege ich es auf einen Teller, beträufle es mit etwas Zitronensaft und lasse es eine Weile ruhen ... also ungefähr so lange, wie die nächsten Schritte dauern.

Nun schneide ich zwei großzügige Stücke von dem Ciabatta-Brot ab, halbiere diese der Länge nach, beträufle etwas Olivenöl darauf und bestreiche sie mit Senf. Dann lege ich das Fleisch zwischen die Brothälten und möchte sie gerade servieren, als sich Biggy lässig über den Tresen beugt und meint:

"Voll lecker, aber mit Ruccola hätte die Stulle auch Style."

"Naja, wo sie Recht hat, hat sie natürlich Recht," denke ich grinsend und packe gerade eine handvoll von dem Grünzeug oben drauf, als eine Gruppe Motorradfahrer, angeführt von einem Endurogirl in die Hafenanage einbiegt und Kurs auf meinen Imbiss nimmt ... Schnell würze ich ein paar weitere Steaks werfe sie auf den Grill ...

Donnerstag, 18. April 2013

Krustenbraten-Sandwich

So, da habe ich mal aus der Not eine Tugend gemacht und ernenne diese Woche einfachzur

Sandwich-Woche

Immerhin gab es gestern und vorgestern schon lecker belegte Brote und nicht, dass mir nachher noch vorgeworfen wird, ich würde meine Kunden einseitig ernähren. Wäre ja noch schöner. 

Vorgestern hatte ich einen gepökelten Krustenbraten für gute 2 Stunden bei 180° C im Backofen gegart und ihn dabei immer wieder mit dem austretenden Saft begossen. Eigentlich war er, bzw. eine Schnittchenplatte für ein Firmenjubiläum hier im Hafen bestellt und sollte außer Haus gehen, wurde dann aber ganz kurzfristig abgesagt. Der Firmenchef hatte sich das Bein gebrochen und so feierte man eben in der Notaufnahme ... 

Aber gut, sowas passiert, damit muss man immer rechnen  und so setze ich eben heute dieses Krustenbraten-Sandwich auf die Tageskarte. Passt ja in's Konzept. 
Als ich Biggy angestöckelt kommen sehe, lege ich schon mal

2 Scheiben Brot nach Wahl 
reichlich aufgeschnittenen, gepökelten Krustenbraten, alternativ eignet sich natürlich jeder andere Bratenaufschnitt,
Mayonnaise
ein paar rote Zwiebelringe

zurecht, denn ich bin sicher, dass sie genau dieses Sandwich essen möchte.

Also bestreiche ich fluxx 2 Scheiben Brot ordentlich mit Mayo und belege es mit reichlich von dem  Bratenaufschnitt und ein paar Zwiebelringen. Ich bin gerade fertig, als Biggy vor mir steht und fragt: "Duuuuuuu_huuuuuu Uschi, ist das Sandwich reservie_hiert?"

"Nein," sage ich und schiebe ihr den Teller über die Theke ...

Mittwoch, 17. April 2013

Gegrilltes Käsesandwich

"Boah Uschi, was hast du denn gemacht" fragt Biggy, nachdem sie meinen dick verbundenen Daumen gebührend bestaunt hat und schüttelt sich leicht. "Sieht ja voll gruselig aus."

"Och," antworte ich, während ich noch schnell die Theke abwische. "Ich hab' mir nur den Daumen verbrüht. Passiert schon mal und nicht der Rede wert." Und dann frage ich sie, was sie gerne essen möchte. Allerdings gibt es diese Woche nur Sandwiches, weil meine Hand keine Hitze verträgt und mein Verband sauber bleiben soll. Naja, die üblichen Imbiss-Gerichte wie Currywurst, Pommes etc. gibt es natürlich auch.

"Saaaaandwiches?" fragt sie erfreut und ich ahne, dass sie gleich mit einen Spezial-Biggy-Wunsch raus rückt. Und na klar, auf meine Biggy ist Verlass ...

"Duuuuuuuuu_huuuuuuu Uschi, nur ich guck doch immer so eine Serie im Fernsehen. Big Bang Theory. Da sind so paar Jungs. Und nebenan wohnt Penny. Und die sieht genauso aus, wie ich ... Auf jeden Fall essen die manchmal so gegrilltes Käsesandwich ... Und da hätte ich auch mal voll Bock drauf."

Ok, wenn Biggy "auch mal voll Bock drauf" hat, dann soll sie es kriegen. Ist ja jetzt kein Hexenwerk und so lege ich 

2 Scheiben Toast
2 Scheiben Cheddar Cheese und 
etwas Butter 

auf meine Arbeitsplatz. 

Ich stelle eine beschichtete Pfanne ohne weitere Fettzugabe auf den Herd und heize sie auf mittlerer Temperatur auf. Dann bestreiche ich die Toastbrotscheiben semi-üppig mit Butter und lege eine Scheibe mit der gebutterten Seite nach UNTEN in die Pfanne. Nun den Käse darauf und mit der zweiten Scheibe Toast zudecken. Wohl so, dass die gebutterte Seite oben ist. Zusammenfassend ... *grins* ... kann man sagen, dass die gebutterten Seiten AUSSEN sind ...

Das Sandwich von beiden Seiten bei mäßiger Hitze goldbraun braten und dabei ab und zu kräftig mit einem Pfannenwender von oben zusammen drücken. Die "Kunst" hierbei ist es, das Toast nicht zu stark zu bäunen, dabei soll aber der Käse trotzdem schmelzen. 

"Boah, Uschi," ruft Biggy begeistert, als ich ihr den Teller mit den Sandwiches hinstelle. "Du bist einfach genial. Das ist ja genau so, wie bei  Leonard und Sheldon in  der WG ... und ich bin Penny," strahlt sie mich selig an, während sie herzhalft in die eine Hälfte des Käse-Toasts hinein beißt.

Dienstag, 16. April 2013

Ein Hoch auf die Tiefkühlkost

"Verdammte Hacke!", presse ich durch zusammengebissenen Zähne hervor, während ich den Einsatz mit der Jägersauce tapfer fest halte. Als ich das Teil endlich abstellen kann, ist das Malheur passiert: der heiße Wasserdampf des Wärmebades hat meinen linken Daumen verbrüht und das tut mal so richtig weh. Aber gut, jetzt ist keine Zeit zum Jammern oder um irgendwelche Tänzchen aufzuführen und so halte ich meine Hand unter den kalten Wasserstrahl im Waschbecken, um die verbrannte Stelle zu lindern.

Nachdem ich das Wasser eine Weile habe laufen lassen und im Geiste durchgegangen bin, was das kühle Nass in 20 Minuten wohl so kosten wird, stelle ich den Hahn wieder ab und laufe in meine Tiefkühl-Katakombe, um mir ein paar Eiswüfel zu holen. Ich habe vor, mir daraus einen Umschlag für meine lädierte Hand zu machen, aber was soll ich sagen, die Eiswürfel sind aus und so wickel ich mir kurzerhand eine Tüte Kroketten darum, die ich mit einem Küchenhandtuch fixiere. Okaaay, ist zwar nicht so der letzte Schrei, aber es hilft einigermaßen.

Wie dem auch sei, sorry Leute, an Kochen ist leider grad gar nicht zu denken, mein Daumen tut höllisch weh und weitere Wärme treibt mit die Tränen in die Augen. Deshalb gibt es heute nur gegrillte Sandwiches.

Ich stelle den Backofen auf 200°C und bereite mit der ungeliebten rechten Hand - Frau Currywurst ist Linkshänderin - die Sandwiches vor. Dazu benötige ich (für 2 - 3 Portionen)

5 Weizen-Tortillas
8 - 12 Scheiben gekochten Schinken, je nachdem, wie üppig man belegen möchte
8 Scheiben jungen Gouda, alternativ kann man natürlich jeden Schnittkäse verwenden, den man mag
Pizza-Gewürz

Ich platziere eine Weizen-Tortilla auf ein mit Backpapier ausgekleidetes (kaltes) Backblech und belege es mit Schinken und Käse. Dabei sollte allerdings de rRand frei bleiben. Dann würze ich großzügig mit Pizzagewürz und lege den nächsten Fladen darüber. So verfahre ich insgesamt vier mal und schließe mit der letzten Tortilla ab.

Nun decke ich den Sandwichturm mit Alufolie ab und schiebe alles in den vorgeheizten Ofen, wo ich das "Sandwich" für ca. 20 Minuten backen. Nach Ablauf der Zeit entferne ich die Folie, allerdings belasse es bei gleicher Hitze für weitere fünf Minuten im Rohr - die Sandwiches sollen leicht knusprig werden. Als die ersten Gäste an meinen Imbiss kommen, zerteile ich gerade das Sandwich in portionsgerechte Stücke, die ich in meine Warmhalte-Auslage lege.

"Boah", nuschelt Biggy mit dicken Backen "sind die lecker!" und fragt, nachdem der Mund wieder einigermaßen leer ist:  "Kannst du mir noch eins für den Chef einpacken? Dann darf ich heute bestimmt was früher geh'n."

Montag, 15. April 2013

Bananen-Joghurtdrink

"Hallo, meine liebe Frau Currywurst", begrüßte mich die Chef-Disponentin von "Fracht-Shipping & more" Gesine Meier-Herne, "könnten Sie mir vielleicht einen basischen Drink bereiten? Lecker soll er sein und satt machen muss er."

"Ööööööööh, baaaaaaasisch?" stammelte ich leicht verlegen und guckte mich hilfesuchend in der Runde um. Naja, und weil auf meine Gäste Verlass ist, kam die Lösung prompt per Teleprompter, sozusagen. Funny Fundurina, das kesse Endurogirl, das ab und zu mal Station an meinem Imbiss macht, hielt einen großes Stück Pappe in die Luft, auf das sie groß und deutlich

2 Apfelsinen, 2 reife Bananen
200 g Joghurt, Stevia Streusüße

geschrieben hatte. 

"Ok", dachte ich, "das lässt sich machen" und so verschwand ich mal kurz in meinen Imbiss-Katakomben, um die benötigten Zutaten an's Tageslicht zu befördern. 

Ich presste die beiden Apfelsinen aus, zerkleinerte die Bananen und pürierte beides mit dem Mixstab in einer entsprechend großen Schüssel. Dann fügte ich das Joghurt hinzu, verquirlte alles sorgfältig und schmeckte mit Stevia ab. Ich goß den Drink in eine großes Glas und servierte ihn Frau Meier-Herne mit einem Strohhalm ... natürlich nicht, ohne selber vorher einen kräftigen Schluck genommen zu haben. Nein, natürlich nicht aus Gesine Meier-Hernes Glas, ich habe mehrere.

"Lecker!" befand sie und ich stimmte ihr zu. Aber gut, Eigenlob stinkt.

Ok, ich räume natürlich ein, dass dieser Drink nicht ganz basisch ist, denn Joghurt ist - auch wenn nur ein milder Säurebilder - trotzdem ein Säurebilder, aber die Bananen reißen das locker wieder raus.

Freitag, 12. April 2013

Steak Pasties

Seit langer Zeit schon beschäftigt mich das Thema "Pasteten". Und zwar diese kleinen, die man zur Mittagszeit auf die Hand nimmt, wie in England. Eine leckere, saftige Füllung im Teigmantel. Wollte ich immer schon mal machen, habe aber aus irgendeinem Grund nie die Muse gefunden, mich genauer damit zu befassen. Naja, damit war dann Schluss, denn ich habe mich heute in aller Hergottsfrühe in die Katakomben meines Imbisses begeben und los gelegt. Genauer gesagt in mein Küchen-Versuchslabor. Nun, der Prototyp ist total daneben gegangen und absolut unzeigbar. Da ging schon die Sache mit dem Teig so richtig schief. Aber gut, ich gab nicht auf ...

Für Steak Pasties braucht man erst einmal einen Pastetenteig. Dazu habe ich - für 3 Stück - aus

250 g Weizenmehl
1 TL Salz 
100 g weichem Schweineschmalz 
60 ml Wasser

einen weichen, geschmeidigen Teig hergestellt! Dieser musste nun ca. eine halbe Stunde, in Klarsichtfolie eingeschlagen im Kühlschrank ruhen! 

In der Zwischenzeit kann man gut die restlichen Arbeiten verrichten.  

160 g mariniertes Schweinenackensteak (kann auch etwas mehr sein) und

1 Zwiebel 

in feine Würfel schneiden, mischen und eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Dazu muss ich sagen, dass ich das nicht gemacht hatte und die Pastete etwas fad war. Ok, für die Hundilis war es perfekt! Aber wie dem auch sei, den Teig aus dem Kühlschrank holen und in drei Stücke teilen. Diese einzeln auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und einen Kreis ausstechen! Hierzu kann man gut einen umgedrehten Frühstücksteller benutzen, den man auf den ausgerollten Teig legt und rundherum ausschneidet.

Nun je ein Drittel der Füllung in der Mitte des Teigkreises verteilen. Also länglich. So, dass man den Kreis hat und in dessen Mitte eine "Wurst" liegt. Die Teigränder mit verquirltem Ei bestreichen und gegeneinander klappen. Gut fest drücken und auch von außem mit Ei bestreichen! Die Pasteten im auf 200° C vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene für ca. 45 Minuten backen.

Donnerstag, 11. April 2013

Corned Beef mit Krautsalat

Gestern nach dem Tagesgeschäft musste ich dringend in den Großmarkt. Mittwochs haben sie immer die neuen Angebote und außerdem gingen meine Vorräte langsam zur Neige. Als gegen 15 Uhr der Imbiss für das Abendgeschäft fertig und alles geputzt war, konnte ich endlich hinter mir verriegeln. Den Einkaufszettel hatte ich zwischendurch schon geschrieben und nun verstaute ich diverse Kühlboxen und andere Container in meinen alten Defender und fuhr los. 

"Puuuuh, ist das voll", dachte ich, als auf den Parkplatz von "Groschengrab & Zastermann" einbog und hoffte, dass ich einen Parkplatz in der Nähe des Einganges finden würde, was aber mit dem großen Wagen eher unwahrscheinlich ist. Nachdem ich den Platz dreimal umrundet hatte, erspähte ich einen Einkäufer, der gerade seiner Einkaufkarre einen Tritt verpasste und in seinen Wagen stieg. Freudestrahlend setzte ich den Blinker und blockierte die Fahrbahn, bis der Typ die Parklücke frei gegeben und ich meinen Jeep abstellen konnte. 

Naja, gut, was soll ich großartig erzählen, einkaufen halt ... und als ich wieder zum Imbiss kam, hatte ich Hunger bis unter beide Arme. Nur, was könnte ich denn mal machen. Schnell musste es gehen und satt machen, alles andere war egal. Naja gut einigermaßen schmecken sollte es natürlich auch. Also hirnte ich - während ich meine Einkäufe in die entsprechenden Katakomben schleppte - so vor mich hin, bis mir einfiel, dass ich ja am vormittag Coleslaw gemacht hatte und noch ein Rest von "alten" Krautsalat übrig war. Eine Dose Corned Beef hatte ich auch noch ... und so zauberte ich aus

1 Dose Corned Beef
400 g Krautsalat (1 Dose) 

ein schnelles, sättigendes Gericht. 

Bei dem Krautsalat - ein Fertigprodukt geht natürlich auch - ist drauf zu achten, dass er nicht so ölig ist. Das Dressing sollte klar und leicht sein, süßsäuerlich abgeschmeckt. 

Die Zubereitung ist ganz einfach. Das Corned Beef in Stücke schneiden und in einer beschichteten Pfanne ohne weitere Fettzugabe krümelig-breiig braten. Den Krautsalat abtropfen lassen und kurz vor Ende der  Bratzeit mit in die Pfanne geben. Alles gut vermischen und etwas durchziehen lassen. Mit Senf servieren.

Ok, ich gelobe, dass das jetzt vorerst das letzte Corned Beef Rezept war ... ich kann das Zeug nämlich langsam nicht mehr sehen. Aber lecker war's trotzdem. Freitag gibt es übrigens Steak Pasties. Ich habe alle Zutaten aus dem Großmarkt mitgebracht, denn das Thema beschäftigt mich schon länger ...

Mittwoch, 10. April 2013

Coleslaw

"Duuuuuu_huuuuu, Ursula, kannst du eigentlich auch Coleslaw? Hab' ich im Urlaub gegessen und der war sooo lecker!" fragt mich Holger, der gerade mit seinem Kollegen Manni mit der Erpel II angelegt hat und einen vormittäglichen Kaffee trinkt.

Ob ich den kann? Na klar ... Naja, und dann stand ich da. Und musste Weißkohl schnibbeln! Weil ich gerade meine Küchenmaschine geschrottet hatte. Aber gut, dass ist eine andere Geschichte und ich selber Schuld! Dafür habe ich aber noch alle Finger!

Für den Coleslaw benötigt man  

1 mittelgroßen Weißkohlkopf
2 Möhre
2 fastmittelsäuerlichen Äpfel,
2 Zwiebeln
1 Saftorange
1 Glas Mayonnaise,
2 TL Dijon-Senf
Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft 

Also eigentlich nichts, was nicht in meiner gut sortierten Kühlkatakombe vorrätig wäre.

Die äußeren Blätter vom Kohl werden entfernt und der Rest dann geachtelt. Den Strunk großzügig herauslösen, alles von der Spitze aus in feine Streifen schneiden 

(oder durch die Küchenmaschine jagen) 

und in eine ausreichend große Schüssel geben. Mit Salz bestreuen und gut vermengen! Das Ganze für 2 - 3 Stunden abgedeckt stehen lassen, damit der Kohl weich wird. Die Zwiebeln schälen, vierteln, in feine Streifen schneiden. Die Möhren und die beiden Äpfel ebenfalls schälen - die Äpfel vierteln und entkernen - und sowohl Möhren als auch die Äpfel ebenfalls in feine Streifen schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und mit den Zwiebelstreifen zu dem abgespülten und gut ausgedrückten Kohl geben.

Mayonnaise, Dijonsenf, Orangensaft und Pfeffer in eine separate Schüssel geben und daraus ein Dressing anrühren. Darauf achten, dass das Dressing nicht zu fest ist, es sollte allerdings auch nicht zu flüssig sein. Ungefähr so, wie aufgerührter Natur-Joghurt. Mit Salz wäre ich jetzt aber erst einmal vorsichtig, denn der Kohl ist ja schon gesalzen. Das Dressing zum Gemüse geben, gut mischen, abschmecken und eventuell nachwürzen. Böööh, ist der lecker! Hätte ich jetzt ehrlich gesagt nicht gedacht! Ich mein', wir reden hier immerhin von Krautsalat! Mit Äpfeln und Möhren! Aber Hammer!

Naja, und das finden Holger und Manni auch, als sie später zum Mittagessen kommen. Aber das kann ich jetzt leider noch nicht wissen. 

Dienstag, 9. April 2013

Verzaubertes Corned Beef nach Art des Thomas Lieven

Ich liege dick eingemummelt in meiner Hängematte vor dem Imbiss und lasse mir - während ich auf die Tageskundschaft warte - die Sonne in's Gesicht scheinen. Meine Gedanken kreisen immer noch um die Corned Beef-Sache und ich werde das Gefühl nicht los, etwas übersehen zu haben. 

"Na klar, wie konnte ich DAS nur vergessen!?" denke ich und schäle mich fluchs aus meiner Wolldecke. Ich übergebe der kleinen Pieps, die heute schon etwas früher gekommen ist, um den aktuellen Zustand des Mittagessens zu ermitteln, - in der Hoffnung, dass sie nichts anrichtet - die Hoheit über den Imbiss und klettere hinab in meine geheime Nebenkatakombe. Dorthin, wo meine Bibliothek hinter einer schweren Eisentür gesichert ist, also ... äääääh .... hüstel ... wo ich meine Konsaliks und Simmels aufbewahre ... also damit niemand merkt, dass ich die lese ... au weia au weia, mein Image ... 

Wie dem auch sei, der Geheimagent Thomas Lieven hatte doch auch mal was mit Corned Beef gemacht, erinnere ich mich und blättere hektisch in den Seiten des dicken Wälzers, immer im Hinterkopf, dass die kleine Pieps ... oben ... alleine ... abschmeckt ...

August 1945, Thomas Lieven ist in Baden-Baden beim "Kriegsverbrecher-Suchdienst" gelandet, als eines Tages die Tür aufgeht und ein hagerer, weißhaariger Mann herein kommt. Dieser klagt sich selber an, ein Nazi gewesen zu sein und will nun für die Verbrechen büßen, die sein Land begangen hat. Thomas Lieven ist etwas verblüfft, wie es scheint und lädt den Mann zum Essen ein ... und um es kurz zu machen, beide fahren auf den Hof des Mannes, die Frau steht in der Küche und rührt in einer dünnnen Suppe, danach soll es Kartoffelpürree mit Backobst geben, es tut ihnen leid, mehr haben sie nicht ... 

"Thomas ging auf den Hof hinaus und öffnete den Kofferraum seines Wagens. Mit einem halben Pfund Butter, einer Büchse Sahne, einer Büchse Fleischextrakt und einer Büchse Corned beef kehrte er zurück."
(Zitat: Johannes Mario Simmel, Es muss nicht immer Kaviar sein)

Ok, ich lese noch schnell das Rezept zu Ende, wobei ich heraus finde, dass er die Sahne und den Fleischextrakt nicht für das verzauberte Corned Beef benötig, sondern für Suppe und Dessert.  Nun stelle ich das alte Buch mit dem zerfledderten Umschlag zurück in's Regal, knipse das Deckenlicht aus, schließe den Raum sorgfältig ab und gehe hinüber in meine Vorratskatakombe, um mich den Zutaten zuzuwenden. Da im Buch keine konkreten Mengen angegeben sind und sich im Haus des ehemaligen Kreisbauernführers 3 Personen befinden, entscheide ich mich für folgendes:

1 Dose Corned Beef
5 - 6 Zwiebeln
1 EL Butter
Salz und Pfeffer

... und alles für Kartoffelpürree

Zunächst einmal schäle ich natürlich keine Kartoffeln, sondern bereite etwas später ein Fertigprodukt laut Packungsanweisung zu, wobei ich darauf achte, dass es etwas dünner wird, als angegeben. Ich werde dann in etwa die Hälfte mehr an Milch verwenden. Also der Wasseranteil bleibt gleich, der Milchanteil wird um die Hälfte erhöht.

Schnell schäle ich den Haufen Zwiebeln, schneide sie in dünne Ringe und dünste sie in heißer Butter. Während die Zwiebeln so vor sich hin brutscheln, entdose ich das Cornedbeef, zerkleinere es und gebe es zu den Zwiebeln, die bis hierhin hoffentlich keine allzu dunkle Farbe angenommen haben. Blass sollen sie sein. Nun brate ich das Corned Beef mitsamt der Zwiebeln, bis das Fleisch zerfallen ist - und auch hier heißt es wieder, nicht braun werden lassen. Ich würze diese Mischung mit Salz und Pfeffer und gebe das mittlerweile angerührte Kartoffelpürree dazu und vermenge alles sorgfältig miteinander. Alles noch ein paar Minuten ziehen lassen, bis es heiß ist, noch einmal abschmecken... et voilà ... und weil ich mittlerweile weiß, dass Thymian sehr gut zu Corned Beef geht, helfe ich zum Schluss noch mit eben diesem Kraut nach. Hätte das Thomas Lieven seinerzeit gewusst, ich glaube, er hätte es mir gleich getan ... obwohl es auch ohne Thymian recht gut schmeckt.

Mittwoch, 3. April 2013

Corned Beef-Rösti

Und zu guter Letzt habe ich heute Corned Beef-Rösti auf die Tageskarte gesetzt. Ok, ist jetzt nicht gerade WochenENDE, aber immerhin Bergfest ... und ich kann langsam kein Corned Beef mehr sehen, wenn ich ehrlich bin. Wie dem auch sei, das Rösti ist total einfach, geht schnell und schmeckt richtig gut, finde ich.

Zunächst einmal benötigt man für eine große Pfanne (2 Portionen) - ich habe meine Crêpes-Pfanne verwendet, weil die einen ganz niedrigen Rand und eine gute Beschichtung hat -

1 Dose Corned Beef
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1/2 grüne Paprika, geputzt und fein gewürfelt
200 g Kartoffel, geschält und grob geraspelt
Salz, Pfeffer und Thymian.

Die Pfanne auf den Herd stellen und moderat erhitzen. Das Corned Beef klein schneiden anbraten, so das es zerfällt. Eine weitere Fettzugabe ist eigentlich nicht nötig, weil am Corned Beef genügend dran klebt. 

Wenn das Corned Beef ... sagen wir mal ... eine Masse ist, alle weiteren Zutaten zufügen, würzen und braten. Dabei immer mal wieder mit einem Pfannenwender wenden. Also nicht das ganze Rösti, sondern in Teilen. Wenn alles angeröstet ist, den Fladen in Form bringen und noch etwas braten. So, nun ist es natürlich Gefühlssache, wann der rechte Zeitpunkt zum Wenden gekommen ist. Aber man kann das Rösti auch anheben und drunter gucken. Wenn es dabei kaputt geht, drückt man es einfach wieder zusammen. 

Naja, und nun kommt der schwierige Part, das Wenden. Man nimmt die Pfanne von der Herdplatte, neigt sie ein bisschen nach vorne und schwingt die Pfanne mit einem kräftigen Schwung aus dem Handgelenk zu sich heran (also erst nach vorne, von sich weg und dann in einer Kreisbewegung von unten nach oben zu sich heran. Am besten nimmt man eine leere Pfanne, legt eine Scheibe Toastbrot hinein und dann üben, üben, üben ) und in dieser Bewegung fliegt es fast von alleine ….. Okeeeeeh, das geht mit diesem Rösti natürlich nicht. Also habe ich eine zweite, baugleiche Pfanne genommen ... ich habe nämlich mehrere Crêpes-Pfannen, sonst dauert es ja ewig ... also diese zweite Pfanne auf die erste stülpen, den (kalten) Boden andrücken, umdrehen und das Rösti von der einen in die andere Pfanne kippen. Jetzt die Ingredienzien wieder in Form bringen und auch diese Seite noch ein wenig rösten.

"Moah Uschi, ich will auch was davon!" schmachtet Biggy in meine Pfanne und als sie den Blick wieder in meine Richtung wendet, lächelt sie mich freundlich an ... zu freundlich, wie ich finde.

Dienstag, 2. April 2013

Kartoffelsalat mit Corned Beef

Nun hatte ich ja neulich diese Corned Beef-Kroketten-Bouletten. Dazu gab es Kartoffelsalat und ich bin das Rezept noch schuldig. 

Für 4 Portionen benötigt man:

2 große Kartoffeln
1 Dose Corned Beef
2 Gewürzgurken
1/2 Glas Tomatenpaprika
1 Zwiebel
10 EL Salat-Mayonnaise
2 EL scharfen Senf
250 g Joghurt
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
Gurkenwasser

Die Kartoffeln werden als Pellkartoffeln gekocht, dann heiß entkleidet, in Viertel-Scheiben geschnitten und in einer Schüssel gelagert. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in Streifen schneiden, die in etwas heißem Pflanzenfett gedünstet werden. Dadurch wird der Salat nicht zu schnell schlecht.

Die Gurken vierteln und in Scheiben, den Tomatenpaprika in Streifen schneiden. Alles zusammen mit den gedünsteten Zwiebeln zu den Kartoffeln geben. Die Kartoffeln und die Zwiebeln dürfen ruhig noch heiß sein, dadurch zieht die Sauce besser ein.

Für das Dressing, den Joghurt und die Mayonnaise in einer separaten Schüssel miteinander verquirlen und so viel von dem Gurkenwasser zugeben, bis es ungefähr die Konsistenz von geschmolzenem Vanilleeis hat. Das Dressing zieht noch in die Kartoffeln ein und wenn es zu fest ist, hat man nachher keinen geschmeidigen Salat. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und über die Kartoffeln gießen. Das Corned Beef in mundgerechte Stücke schneiden und unterheben. Den Kartoffelsalat eine Weile ziehen lassen ... 

"Bombe!", fand Biggy damals.

Naja, und für meine 'Low Carbianer' ersetze ich die Kartoffeln einfach durch hartgekochte Eier. Auch saulecker!

Samstag, 30. März 2013

Reis-Zwiebeltopf mit Corned Beef

Der Imbiss hat längst geschlossen und ich sitze hochkonzentriert über der Buchhaltung. Morgen Abend werde ich nicht dazu kommen, denn wir haben mal wieder Zeitumstellung und mir wird eine Stunde an der wohlverdienten Nachtruhe gestohlen, die ich dringend benötige. Aber wie dem auch sie, ich widme mich also der Monatsabrechnung, als ich plötzlich ein recht lautes Geräusch vernehme und aufschrecke. Uuuupsi, mein Magen hat sich derart energisch zu Wort gemeldet, das es den Hund von Baskerville vor Neid erblassen ließe. 

"Tzäää, da habe ich doch mal wieder glatt vergessen, mich um mein eigenes leibliches Wohlergehen zu kümmern," denke ich und reibe meinen schmerzenden Nacken. Dabei überlege ich, was ich mir zu Essen machen könnte und gehe in die Küche, um die Vorräte zu checken. Ah, ok, Reis, Zwiebeln, Paprika, die Dose Corned Beef, die ich für plötzliche Koch-Geistesblitze immer im Schrank stehen habe ... und so beschließe ich, mir einfach einen Reis-Zwiebeltopf zu machen. Das geht schnell und ist genau das Richtige für diese vorgerückte Abendstunde. Also finde ich auf jeden Fall.

Gut, Reis ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber ich mag ihn gerne und außerdem handelt es sich hierbei um mein Abendessen ... 

Ich stelle alle Zutaten, die ich benötige, auf den Tisch.

500 g Zwiebeln
2 Paprikaschoten
1/2 Tasse Reis
1 Tasse Wasser
1 Dose gehackte Tomaten

Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und gerebbelten Thymian

Diese Menge ist jetzt natürlich ein bisschen viel für eine Person alleine, aber wie ich meinen Clan kenne, lässt der nicht lange auf sich warten, wenn es was zu Futtern gibt. 

Zunächst einmal schäle ich die Zwiebeln, viertel sie und schneide sie in feine Streifen. Nach dem das geschehen und ich ausgiebigst geheult habe, stelle ich einen Topf auf und erhitze ihn. Nun schütte ich etwas Pflanzenöl in den Topf und schwitze die Zwiebeln darin an. Jetzt putze und wasche ich die Paprikaschoten und schneide auch sie in mittelfeine Streifen. Ich gebe die Paprikaschoten mit gerebbeltem Thymian zu den Zwiebeln und lasse auch dieses eine Weile dünsten. Dabei wende ich immer mal wieder alles. Nun kommt der Reis hinzu. Diesen lasse ich etwas glasig dünsten und fülle dann mit dem Wasser und den Tomaten auf. Ich würze alles mit Salz, Pfeffer und Paprika, lasse den werdenden Reis-Zwiebeltopf einmal aufkochen und reduziere die Hitze. Ich suche einen passenden Deckel und lege diesen auf den Topf. Danach stelle ich den Wecker auf 15 Minuten und räume schnell meinen Arbeitsplatz auf. Nach Ablauf der Zeit schäle ich das Corned Beef aus der Dose, schneide es in Würfel und gebe es zu dem Gemüse-Reis. Ich vermische alles miteinander und schalte den Herd ab. Nun lasse ich das Ganze noch ungefähr 5 Minuten ziehen und fülle mir dann einen Teller voll, mit dem ich mich gemütlich in meinen Sessel zurückziehe ... wenigstens so lange gemütlich, bis ich laute Schritte auf der Treppe vernehme ... 

"Oh, cool, was zu Essen", höre ich Benjamin aus der Küche. Danach knallen Schranktüren, rasselt die Schublade, es klappern Teller und Besteck und ich bekomme kurz darauf schmatzende Gesellschaft.

Freitag, 29. März 2013

Beanz 'n' Corned Beef

Ich lege gerade ein paar Bratwürste auf die Grillplatte, als die 'Erpel II', das Powerboot der Bad Braeckelner Wasserschutzpolizei an der Pier festmacht. Die Jungs haben Bereitschaft und nutzen die Gunst der Stunde, um in der Mittagspause lecker an meinem Imbiss zu speisen. 

Heute habe ich den Klassiker schlechthin auf die Karte gesetzt:

Beanz 'n' Corned Beef

und Manni und Holger ordern begeistert je eine große Portion und zwei Gläser Apfelschorle ... 

'Beanz 'n' Corned Beef' ist ein schnelles, einfaches Gericht, dass man mal eben so nebenbei zubereiten kann, wenn die Zeit knapp und der Hunger um so größer ist.

Dazu benötigt man zunächst einmal 20 Minuten Zeit und des Weiteren:

1 Zwiebel, würfeln
60 g Schinkenwürfel
1 Chilischote
1 Dose gehackte Tomaten
1 Glas weiße Bohnen
1 Dose Cornedbeef
Thymian, gerebbelt und getrocknet
Salz, Pfeffer,  Zucker

Zwiebeln und Schinken in einem beschichteten Topf mit etwas Pflanzenöl anschwitzen. Die Chilischote putzen, längs halbieren, entkernen und quer in feine Streifen schneiden. Zusammen mit dem gerebbelten Thymian in den Topf geben und kurz mitschwitzen. Mit den Tomaten auffüllen, mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken und ca. 15 Minuten mit aufgelegtem Deckel köcheln lassen.

Die Bohnen in ein Sieb schütten, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Das Corned Beef in Stücke schneiden und mit den Bohnen in die Tomatensauce geben. Ungefähr 5 Minuten köcheln/ziehen lassen und final noch einmal abschmecken. 

Weil Corned Beef eine säuerliche Note vertragen kann und Chili gerne scharf gegessen wird, serviere ich dieses Gericht mit eingelegten Jalapeños. Wer es nicht mag, sagt mir einfach vorher Bescheid, dann lasse ich es weg.

Plötzlich wird die Stille unterbrochen. Mannis Funkgerät, das zwischen den beiden auf dem Tisch liegt, erwacht zum Leben ... 

krk ... Erpel Zwo für Erpel Leit kommen ... krk

Erpel Zwo hört ... krk

Erpel Zwo, brechen Sie derzeitigen Einsatz sofort ab und nehmen sie AK zum alten Containerhafen. Der Erpel drei ist vor Ort und braucht dringend Unterstützung. Erpel 11 und 12 sind ebenfalls unterwegs. Sonderrechte zugelassen ... krk

Zwo verstanden ... nehmen Fahrt auf ... krk

Seht zu Jungs, die brauchen euch. Legt die Hebel auf den Tisch. Erpel Leit Ende ... krk

"Machst du uns bitte was für nachher zum Mitnehmen fertig?" rufen sie mir noch zu, ehe sie im Laufschritt zu ihrem Boot sprinten, die Taue lösen und ihrem Einsatz entgegen jagen ... immer im Dienste gegen das Verbrechen in Bad Braeckeln an der Schlupe ...

"Klar, mach' ich ... und passt gut auf euch auf!" denke ich besorgt und stelle die umgekippten Stühle wieder hin.

Donnerstag, 28. März 2013

Cornedbeef-Kroketten-Bouletten

"Duuuuuu_huuuu, Uschi," sagt Biggy so nebenbei, während sie ihren ersten Kaffee des Tages bei mir schlürft, "ich hab' heute gar keine Zeit zum Mittag zu kommen. Weil ja morgen dieser Feiertag ist und ich hab' noch so viel liegen."

"Könntest du mir nicht für nachher irgendwas machen, was ich nur eben abholen muss? Vielleicht 'ne Frikadelle mit Kartoffelsalat. Au ja, da hätt' ich Bock drauf!" befindet sie und verabschiedet sich bis später. 

Nun gut, Frikadellen in der Corned Beef Woche ... das stellt mich natürlich vor eine Aufgabe. Aber auch die, da bin ich sicher, werde ich meistern. 

Zunächst einmal suche ich mir die Zutaten zusammen, von den ich meine, dass sie gut zu Frikko gehen würden. 

 Das wären:

1 Dose Corned Beef
1 Ei
1 EL Panierbrot, (wer den Fleischteig etwas fester haben möchte, nimmt 2 EL)
3 Gewürzgurken
3 - 4 Sardellenfilets
3 TL scharfer Senf
2 EL Röstzwiebeln
reichlich Pfeffer aus der Mühle

und zum Panieren

Mehl
1 Ei
Panierbrot

Ich entkleide das Corned Beef und gebe es in eine Schüssel. Dann schneide ich die Gurken in Würfel ... und hacke sie mit einem großen Messer noch einmal durch. Das Gleiche mit den Sardellenfilets, die wirklich ziemlich musig werden sollten. Beides mit dem Senf, den Röstzwiebeln, reichlich schwarzem Pfeffer aus der Mühle, dem Ei und den Semmelbröseln zum Corned Beef fügen und alles zu einem Teig verkneten.


Eine "Panierstraße" aufbauen - also je einen Teller mit Mehl, verquirltem Ei und Semmelbröseln nebeneinander und idealerweise in dieser Reihenfolge hinstellen. Ich arbeite zur Pfanne hin, also der Teller, der der Pfanne am nächsten steht, ist der mit dem Panierbrot. Eine Pfanne mit reichlich Butterschmalz aufstellen und moderat erhitzen. Frikadellen abdrehen, panieren und ca. 20 Minuten bei mäßiger Hitze braten. Nach der Hälfte der Bratzeit wenden ...


Wer es etwas low-carbiger mag, kann die "Frikadellen"-Masse auch unpaniert braten. Dazu muss man sie vor dem Braten allerdings leicht mehlieren, d. h. in Mehl wenden und das überschüssige Mehl wieder abklopfen. Ansonsten verfährt man genauso, wie mit den panierten Gesellen.


"Was 'ne Idee," schmatzt Biggy verblüfft vor sich hin, als sie die erste Frikadelle direkt aus der Hand verspeist ... und was es mit dem Kartoffelsalat auf sich hat, dass erzähle ich dann in der nächste Woche. Denn auch der ist ... natürlich ... mit Corned Beef.

Mittwoch, 27. März 2013

Corned Beef mit grünen Bohnen untereinander

"Duuuuuu_huuuuu, Uschi, nur weißt du, als ich ein Kind war, näää, da wohnte die alte Frau Hoffmann mit ihrer Mutter bei uns auf der Straße. Und manchmal bin ich nach der Schule zum Essen da hin. Boah, das war immer so lecker. Und mein Lieblings war so Corned Beef mit Bohnen und Sauce und Kartoffeln unter'nander", schwelgt Biggy in ihrer kulinarischen Vergangenheit. "Das würd' ich so gerne noch mal essen."

"Nur schade, dass ich sie nicht mehr fragen kann, wie das ging" schiebt sie sichtlich betrübt hinterher.

"Wir kriegen das schon hin, du Süße", antworte ich und mein Hirn arbeitet mal wieder auf Hochtouren. Corned Beef ist klar und "untereinander", wie es so schön heißt, eigentlich auch ... und so mache ich mich an die Arbeit, Biggy ihr Kindheitsgericht zu kochen.

Dazu benötige ich

50 g Schinkenwürfel
1 Zwiebel
1 EL Butter
2 EL Mehl
500 ml Brühe

1 Dose (455 g Abtropfgewicht) Grüne Brechbohnen
1 Dose (340 g) Corned Beef

3 große Kartoffeln

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen, abgießen und bei Seite stellen.

Während die Kartoffeln kochen, einen (beschichteten) Topf aufstellen, einen Esslöffel Butter hinein geben und vorsichtig erhitzen. Die Zwiebel schälen, vierteln und in mittelfeine Scheiben schneiden. Zwiebeln und Schinkenwürfel zu der Butter geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren anschwitzen. Hierbei bitte unbedingt aufpassen, dass nichts Farbe annimmt. Nun mit zwei Esslöffeln Mehl abstäuben und auch dieses unter Rühren leicht  braten. Und wieder gilt, keine Farben nehmen lassen. Einfach nur mit den Schinken-Zwiebeln vermengen und ein bisschen brutzeln lassen. 500 ml KALTE Brühe angießen und mit einem Schneebesen kräftig schlagen. Eigentlich dürften hier keine Klümpchen entsehen, weil die angegossene Flüssigkeit kalt war. Diese Sauce ca. 20 Minuten köcheln lassen - die Zeit braucht es, damit der Mehlgeschmack verschwindet - und dabei öfter umrühren. Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen, eventuell noch mit einer Prise Salz. 

Die Bohnen abtropfen lassen, das Corned Beef und die Salzkartoffeln in Stücke schneiden. Alles mit der Sauce vermengen, einmal aufkochen lassen und den Herd abschalten. Nun das Ganze mit aufgelegtem Deckel noch ca. fünf Minuten mit der Resthitze ziehen lassen.

"Du meine Güte", seufzt Biggy, als sie sich den ersten Löffel in den Mund geschoben hat, "wie bei der alten Frau Hoffmann, bei uns auf der Straße früher. Aber 'n bisschen sieht's schon aus, wie Kinderkotze, näää!?" ... 

Dienstag, 26. März 2013

Corned-Beef Tartelettes

Weil die Stauer - das sind die Jungs, die die Schiffe be- und entladen - gerne mal einen kleinen Snack zwischendurch und gerne auf der Hand haben, ist das nächste Corned-Beef-Gericht, dass ich auf die Tageskarte setze ein Tartelette.

Fr 6 Tartelettes benötigt man, außer 6 Tartelette-Förmchen

275 g Sauerkraut (1 kleine Dose)
340 g Corned Beef (1 Dose)
1/2 handvoll Röstzwiebeln
100 ml Sahne
1 Ei
6 Blätterteig-Quadrate

etwas Fett für die Form, idealerweise Backtrennspray

Zunächst werden die Blätterteig-Quadrate aufgetaut, die Backförmchen gleichmäßig dünn gefettet und der Backofen auf 200°C vorgeheizt. 

Das Sauerkraut abschütten und in einen Topf geben. Das Corned Beef entkleiden und in groben Stücken zu dem Sauerkraut hinzufügen. Zusammen köcheln lassen und dabei immer mal wieder umrühren. Das Corned Beef zerfällt nach einer Weile und verbindet sich mit dem Sauerkraut. Ein paar fertige Röstzwiebeln mit hineingeben und mit Salz und Pfeffer würzen. 

Die aufgetauten Blätterteig-Quadrate in die vorbereiteten Tartelette-Förmchen legen und ganz leicht hinein drücken. Also einfach nur mit den Fingerkuppen sanft nach unten bringen. Der Teig soll nicht in den Förmchen kleben, sondern nur eben aufliegen. Das Corned-Beef-Sauerkrautgemisch gleichmäßig darauf verteilen und glattstreichen. Das Ei und die Sahne in ein Gefäß geben, verquirlen und je 3 - 4 Löffel davon auf der Tartelette-Füllung verteilen. 

Die Förmchen auf ein Backblech stellen und im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ca. 20 -  25 Minuten backen ...

"Heeeeeee,", ruft Biggy von Weitem und kommt auf dem alten Kopfsteinpflaster so schnell gelaufen, wie es ihre brandneuen High-Heels erlauben, "lasst mir was übrig!"

"Ok, aber bis du da bist, sind sie kalt," grinst ihr einer der Stauer fröhlich ins Gesicht und zieht mampfend seiner Wege ... Allerdings nicht ohne sich noch einmal umzudrehen, um Biggy einen bewundernden Blick hinterherzuwerfen.

Montag, 25. März 2013

Corned-Beef-Rosenkohlauflauf mit Kartoffelkruste


Okaaaay, denke ich verzweifelt, Corned Beef. Wo krieg' ich das denn her? Und kann man das überhaupt essen? Also wenn man keine Katze ist? Und überhaupt, was soll man damit denn machen? Außer auf's Brot legen ... wenn man abnehmen will. Fragen über Fragen, die mich den ganzen Tag nicht mehr los lassen.

Aber gut, was sollte ich machen? Ich musste der Bitte nachgehen, wollte ich doch nah an meinen Kunden bleiben ... und nebenbei meinen guten Ruf wahren. 

"Frau Currywurst hat nicht's drauf ... blablabla ..."

Nein, auf keinen Fall! Und so machte ich mir einige Gedanken, durchforstete das Internet, blätterte in zig Kochbüchern um am Ende des tages wenigstens Ansätze von Ideen - davon aber reichlich -  zu haben und nun einfach mal die 

"Corned-Beef-Woche" 

am Imbiss ausrufe.

So, ich weiß, dass unsere bezaubernde Svenja Rosenkohl gerne mag und Käse sowieso. Kartoffeln sind auch in Ordnung, hat sie gesagt ... ergo: ich mache Rosenkohlauflauf mit einer Kartoffelkruste. 

Hierfür benötigt man, für 2 - 3 Portionen

500 g Rosenkohl, TK
1 Dose à 340 g Corned Beef
200 ml Sahne
200 g Sahneschmelzkäse
2 Kartoffeln
Salz, Pfeffer

und etwas Pflanzenöl

Eine Topf mit Wasser auf den Herd stellen und dieses zum Kochen bringen. Salz zufügen und den TK-Rosenkohl hineingeben. Aufkochen lassen und in 4 - 5 Minuten sehr bissfest garen. In einem Sieb abschütten und mit kaltem Wasser abschrecken, damit der Garprozess unterbrochen wird. 

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und grob raspeln. Eine Pfanne aufstellen, etwas Pflanzenöl hineingeben und heiß werden lassen. Die Kartoffeln zufügen und eine Weile braten. Dabei sollten sie halb- bis dreiviertelgar, aber nicht zu braun werden.

Die Sahne mit dem Schmelzkäse in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Mit etwas Salz und Pfeffer leicht würzen und ein paar Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich mit einem Schneebesen umrühren und darauf achten, dass die Sauce nicht überkocht. Der Käse soll mit der Sahne eine homogene Masse bilden. 

Eine Auflaufform bereit stellen, den Rosenkohl hineingeben, das Corned Beef aus der Dose befreien und in mundgerechten Stücken auf dem Gemüse verteilen. Die Sauce darüber gießen und alles mit den Kartoffeln abdecken. Die Form in den auf 220°C vorgeheizten Backofen in mittlere Höhe stellen und 25 Minuten backen. Sollte die Kartoffelkruste zu dunkel werden, die Hitze reduzieren.

Et voilà, bon appetit ... "Meine Güte, ist das lecker", befinde ich, als ich von dem Auflauf probiert habe ... und als ich den Blick hebe, sehe ich Horden von Hafenarbeitern auf den Imbiss zukommen ... angelockt, von dem köstlichen Duft, wie ich später erfahre. 


Etwas später erscheint auch Svenja mit Pieps und ordert eine große Portion mit zwei Gabeln. Als die beiden mit dem Essen fertig sind, räumt die kleine, bezaubernde Pieps ganz vorbildlich ihren Platz auf, bringt mir das Geschirr und schiebt ihre Butterbrotdose über den Tresen ...


"Wie wohlerzogen diese kleine Maus doch ist", denke ich und fülle die Dose, nachdem ich die Reste ihres Butterbrotes entfernt habe, mit dem Gewünschten. Ich ahnte ja nichts von der Rosenkohl-Affäre ...