Donnerstag, 28. Februar 2013

Salat mit Paprika-Hüttenkäseschiffchen

"Puuuuuh", stöhnt Biggy aus der Hafenkontorei, "ich hab' drei Kilo zugenommen. Kannst du mir nicht mal Mädchenessen machen?"

"Du meinst Entrecôte, Entenbrust oder Ofenkäse?!" frage ich hoffnungsvoll und mir läuft das Wasser im Munde zusammen.

"Nein, ich meine Salat. Und wenn es geht mit weniger als 2 Punkten pro Portion!"

Oh, das wird kniffelig und meine Zähne werden immer länger. Denn bis Salat schmeckt, hat er ja mindestens 1 Million Treuepunkte ... Also, was tun? 

Salat putzen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden ... oder direkt den aus der Tüte nehmen. Eine Paprikaschote waschen, Käppchen abschneiden und dieses (ohne Stiel natürlich) in feinste Würfel schneiden. Den Rest achteln und vier Stücke davon selber essen. Insgesamt einen Eßlöffel fettärmsten Hüttenkäse auf den Spalten verteilen und salzen.

Eine halbe Zwiebel fein würfeln und mit Paprikawürfeln in eine Schüssel geben. 3 Eßlöffel Essig und 6 Eßlöffel Sprudelwasser zufügen und mit Kräutersalz kräftig würzen. Naja, und weil Essen, das beim Kleckern keine Fettflecken auf der Bluse hinterlässt, kein Essen ist, habe ich noch ein Teelöffelchen Olivenöl mit dran gegeben. Das Dressing über dem Salat verteilen, mit den Paprikaschiffchen anrichten und so schnell weglaufen, wie es geht ... 

Ok, kann man essen, wenn man abnehmen will. Der Salat hat summa summarum 1 Punkt und das war der Auftrag.

Dienstag, 26. Februar 2013

Tim und ich

Das ich kein großer Fan von Tim Mälzer bin, ist ja eigentlich kein Geheimnis und für alle, die es noch nicht wissen, ich mag den "Küchenbullen" nicht. Aber gut, tolerant wie ich nun mal bin, biete ich ihm selbstveständlich an, mich ebenfalls nicht zu mögen. 

Eine Sache haben wir aber offenbar gemeinsam. Wir haben - futtertechnisch gesehen - die gleiche Leiche im Keller: Dosenravioli ... ich wohl am liebsten direkt aus dem Kochtopf gelöffelt.

Sonntag, 24. Februar 2013

Rindfleisch-Gemüseeintopf für faule Köche

Also für mich ... 

Zunächst einmal wird ein gutes Kilo Suppenfleisch in Salzwasser kalt aufgesetzt und ca. anderthalb Stunden sanft gekocht. Nun vier große Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in die Suppe geben. Nach ungefähr fünf Minuten je einen halben Beutel TK-Suppengemüse und TK-Kaisergemüse zufügen und solange köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Die Kartoffeln sollten eigentlich zur gleichen Zeit fertig sein. Wer möchte kann noch Markklößchen aus dem Kühlregal mit in die Suppe geben und diese fünf Minuten ziehen lassen. Das Fleisch heraus heben, klein schneiden und wieder zurück in den Topf geben. Eventuell mit Salz, auf jeden Fall mit Pfeffer aus der Mühle nachwürzen, fertig ... 

... und am nächsten Tag noch besser. Und niemand angelt nach den Klößchen, okay!?


Donnerstag, 21. Februar 2013

Crêpes de Canard

Vor einiger Zeit erzählte mir Biggi aus der Hafenkontorei, dass sie in der Stadt ein französisches Bistro entdeckt hätte, in dem man bodenständige, landestypische Hausmannskost, aber auch alle Arten von Crêpes essen könne. So z. B. Enten-Crêpes.

Enten-Crêpes? Das fand ich interessant und seitdem lässt es und sie mir keine Ruhe mehr.

"Heeeee, Uschi, das kannst du doch auch!"

flötete sie mit kokettem Augenaufschlag. Ok, was willste da machen und so wühlte ich mich erst einmal durch's Internet. Auf einschlägigen Kochseiten fand ich nichts, was mich angesprochen hätte, alles irgendwie asiatisch angehaucht, und so habe ich mir dieses Rezept überlegt.

Zunächst einmal habe ich auf dem Markt - für eine Probeportion - eine frische Flugentenbrust besorgt, eine Saftorange und etwas Frühlingslauch. Zudem benötigt man noch englische Orangenmarmelade, Salz und Pfeffer. Naja, und alles für den Crêpe natürlich. 

Eine Bratpfanne wird erhitzt und etwas Pflanzenöl hineingegeben. Die vorbereitete Entenbrust - in diesem Fall die Hautseite mit einem scharfen Messer kreuzweise eingeritzt und mit Salz und Pfeffer gewürzt - mit der Hautseite nach unten scharf anbraten und die Hitze reduzieren. Nach 8 - 10 Minuten, je nach Dicke des Fleischstückes wenden und weitere 8 - 10 Minuten brutzeln lassen. 

Nun die Orange filetieren. Das macht man, in dem man die Schale inklusive der weißen Haut rundherum abschneidet und das Fruchtfleisch mit einem kleinen, scharfen Küchenmesser zwischen den Häutchen heraustrennt. Den Rest der Apfelsine auspressen und den Saft auffangen. 

Wenn die Entenbrust fertig gegart ist, diese in Alufolie einwickeln und ca. 5 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Fett aus der Pfanne abgießen und diese zurück auf den Herd stellen. Den verbliebenen Bratensatz mit dem Orangensaft loskochen und etwas einreduzieren. Einen Eßlöffel von der Orangenmarmelade zufügen und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Entenbrust in Tranchen schneiden, den ausgetretenen Saft und die Orangenfilets zur Sauce geben, kurz durchschwenken und mit den Entenbrust-Scheiben im Crêpe - den man zwischendurch gebacken hat - anrichten. Etwas Frühlingslauch putzen, waschen, in feine Ringe schneiden und darüber streuen.

Ok, Crêpes sollen natürlich keine Farbe nehmen, aber nun ist es leider passiert. Machste nix dran.

"Und, Biggi?", fragte ich, "so in etwa?" ... "Jepp, genau so!"

Dienstag, 12. Februar 2013

Schweine-Nackenkotelett mit rotem Zwiebelkonfit und Feta-Käse

Zur offiziellen Imbisseröffnung vor einigen Tagen hatte ich ja Schweine-Nackenkotelett mit Zwiebelkonfit aufstehen und das Rezept stand noch aus. Also, ... tatatataaaa ... da isset:

Für das Zwiebelkonfit nehme die geneigte Hausfrau 1 kg rote Zwiebeln - die freundliche Frittenfachverkäuferin nimmt natürlich wesentlich mehr - , schäle und halbiere sie... die Zwiebeln, menno, nich' die Ossela ... und schneide sie in nicht zu feine Streifen .... immer noch die Zwieben, ... Kerle hey ...  Die Zwiebelstreifen werden nun in etwas Olivenöl in einem beschichteten Topf leicht angebraten und mit einer halben Chilischote, die geputzt, entkernt und ich feine Streifchen geschnitten wurde und einigen Zweigen Thymian, bei mittlerer Hitze gar gedünstet. Un' pass'ns upp, dass nix anbrennt. Zwischenzeitlich einen guten Schluck - ich habe meinen Imbiss aus persönlichen Pfui-Deibel-Gründen zur balsamico-freien Zone erklärt - Rotweinessig angießen. Wenn die Zwiebeln weich und die komplette Flüssigkeit eingekocht ist, 4 - 5 Eßlöffel Johannisbeergelee unterrühren, einmal aufkochen lassen, bis sich das Gelee vollständig mit den anderen Komponenten ... uiuiui, Frau Currywurst werden vürnehm ... man reiche ihr den Haushaltskittel mit dem Leopardenmuster und deer Goldlitze ... verbunden hat, den E-Herd abschalten und das Konfit noch ein Weilchen mit der Resthitze ziehen lassen. Alternativ bemühe man eine klitzekleine Gasflamme.

Die Kotelettes wie gewohnt würzen und braten, das Zwiebelkonfit darauf verteilen, ein paar Scheibchen, Würfel, what ever Feta darüber legen und im Grill überbacken. Gut, sieht jetzt schon ein bisschen wie Rotkraut aus ... abba ich schwörrrre lan ... is' Zwieb'l ...

Auf Tellern anrichten und mit ein paar lauwarmen Rotweinzwiebeln und etwas Pro-Forma-Salat  servieren ... et voilà, bon apettit ... okaaay, okaaay, der Leoparden-Kittel ... da machste nix dran ... außer vielleicht wieder ausziehen ...

Montag, 11. Februar 2013

Who the hell is Katrin Fischer?

Nachdem ich den Imbiss für das Tagesgeschäft vorbereitet hatte, habe ich noch ein bisschen im Internet gesurft. Ich mein', dieser Art Entspannung sollte mir doch zustehen, vor einer arbeitsreichen Schicht. Wie dem auch sei, ich bin auf einer Seite gelandet, wo einige meiner alten Blogs noch gelistet waren. Ich war schon ein bisschen verwundert, warum ich in meinem "Jamie-Oliver-Projekt" etwas über Gesundheit geschrieben habe ... zumal das Blog ja eigentlich abgemeldet ist.

Na gut, gucken kostet bekanntlich nichts und tatsächlich, da schreibt eine "Katrin Fischer" als, beziehungsweise unter den Adressen "die-frittenfachverkaeuferin" und "ida-positas". Die Blogs heißen sogar so. 

Wenn man übrigens auf das Profil von "Katrin Fischer" klickt, findet man so einige abgelegte Blogadressen, wie z. B. mein-lchf-tagebuch, bikini-offensive oder janas-tellerrand, um nur einige zu nennen. Aber überall nur ein Posting drin. Wie um Himmels Willen krallt man sich massenweise abgelegte Blogadressen und wie dreist muss man sein, diese auch noch als Titel zu verwenden.

Und warum schreibt eine Linda Anthony unter irina-kocht? Also sie schreibt nicht, aber die Adresse hat sie gebunkert. Was soll das eigentlich?

"currywurstundpommes" ist übrigens nach Bulgarien vergeben und ich frage mich, bzw. fragte den Google-Übersetzter, was die dortigen Posts mit dem Thema zu tun haben. Zumal "Currywurst und Pommes" laut Onkel Gockel auf Bulgarisch "cârnați și cartofi prăjiți" heißt ... naja, wenigstens "Wurst und Pommes". Wer allerdings dahinter steckt, lässt sich dank fehlendem Profil nicht ergründen.

Oh, ich muss los, das Mittagsgeschäft ruft ...

Samstag, 9. Februar 2013

Ich werde gemobbt

Ist es nicht schon schlimm genug, dass ich an meinem eigenen Imbiss Salat knabbern muss ... und Gürkchen ... während um mich rum die köstlichsten Speisen verzehrt werden? Currywurst, Pommes, Schaschlik ... Nein, denn der Ölprinz fährt abends immer noch meine Lieblingsgerichte auf ... dazu ein Gläschen teuflischstes Aperol, das mich dazu zwingt, den Kühlschrank gar nicht erst wieder zuzumachen ... hmmmmpf ... aber selber Schuld, wenn ich auf vielfachen Wunsch wieder fett werde!

Heute ist Wiegetag. Aber Pööööh, breite ich einfach ein Schweigemäntelchen über dem Waagen-Display aus! Hast du nun davon! So, und jetzt gehe ich rüber in den Imbiss, den Tag vorbereiten. Ich könnte ja mal Putenbrust mit Brokkoli anbieten ... bjääääch ... was natürlich keine süße Rache wäre, sondern eine extrem schauerliche. Aber nicht, dass mich noch jemand verklagt. Wegen Verhältnismäßigkeit der Mittel oder so.

Also bis später, ich öffne um 12!

Freitag, 8. Februar 2013

Mann, der Kerl hat Nerven

Tzääää, da warte ich händeringend auf den Postboten - allerdings müsste ich auch noch eben schnell in den Supermarkt, ein paar Sachen besorgen, die es im Großmarkt nicht gab - und überlege, was ich machen soll. Rumsitzen und die Zeit vergeuden, oder schnell in den Laden wetzen. Ist eh nur gegenüber. Aber ich brauche das erwartete Paket dringend und wenn ich den Zusteller verpasse, dann kann ich bis Dienstag auf meinen neuen Wurstzerstückeler warten - Rosenmontag sei Dank! 

Wie dem auch sei, ich entschließe mich also, nachdem ich die Straße mal rauf und mal runter geschaut und nichts postähnliches entdeckt habe, zum Supermarktgang und mache mich auf den Weg. Naja, und wie ich da so an den Regalen entlang sprinte, sehe ich den Paketboten, wie er über den Sonderkörben hängt und in aller Seeleruhe die Aktionsprodukte betrachtet. Hääää? Ich glaub', ich spinne ... das sollte ich mir mal erlauben, so als freie Unternehmerin ... Nun gut, solange der Kerl an der Kasse hinter mir steht, kann er mich auch nicht nicht antreffen. Aber wehe, wenn der gleich Butterbrot-Krümmel am Mund hängen hat!

Es war wie nach Hause kommen

Gestern hatte ich ja nach langer Zeit den Imbiss wieder bzw. neu eröffnet. Immer wieder lagen mir die Hafenarbeiter in den Ohren, dass ich zurück kommen soll. Ohne mich wäre das Leben nur halb so lecker, so schön, so Ursula Currywurst ... Naja, und das habe ich dann nach einigem Überlegen getan. Und es fühlte sich gut an. Gemeinsam haben wir den Imbisswagen aus dem Schnee gegraben und dann ging jeder seiner Arbeit nach. Die Hafenarbeiter und Kranführer zu den Docks, ich in meinen Wagen. 

Tja, was soll ich sagen, die Putzaktion war gewaltig, aber dann glänzte das gute Stück in alter Pracht.


Das war Gestern. Jetzt muss ich mal die Schlittenhunde anspannen und in den Großmarkt schlingern. Die Vorratskammer wartet auf Nachschub ... und die Hafenarbeiter auf ihr Mittagessen ... nur was setz ich denn heute mal auf die Karte? ... Ah, ich weiß, Steaks mit Zwiebel-Confit! Also dann, bis später ...

Donnerstag, 7. Februar 2013

Bratwurst-Pfanne in Tomatensauce

Eine gute Frittenfach-Verkäuferin sollte eigentlich so wirtschaften, dass abends keine Reste übrig sind. Ok, so ganz vermeiden lässt sich das natürlich nie, z. B. wenn der Braeckelner SC aus Versehen und in letzter Minute verloren hat, obwohl das Spiel sicher geglaubt war ... und die Leute in Folge dessen mit hängenden Köpfen nach Hause gehen, anstatt an meinem Imbiss zu feiern. Und dass, obwohl ich im vermeintlichen Siegestaumel noch ein paar Bratwürste auf den Rost geworfen habe. Aber gut, dass werde ich mir merken ... das werden die teuer bezahlen ... 

Wie dem auch sei, ich hatte also eine Ladung Bratwürste übrig. Und wärend ich grübelnd und auf der Suche nach Inspiration meine Vorräte durchstöbert habe, bin ich auf die Idee gekommen, zum Mittagstisch einfach eine Bratwurst-Pfanne in Tomatensauce anzubieten. Champignons waren da, ebenso wie eingelegter Paprika, Zwiebeln sowieso. Was also liegt näher und die Hafenarbeiter wird es freuen. Sind doch deftige Mahlzeiten immer recht willkommen.

Für die Bratwurstpfanne braucht man alles mögliche, was weg muss. Ich habe mich wie gesagt, für frische Chamignons und eingelegte Paprika entschieden. Aber mal der Reihe nach. Für eine normale, haushaltsübliche Menge wird eine Zwiebel geschält gewürfelt, 400 g Champignons geputzt und geviertelt und ein Glas Paprika-Streifen abgetropft, eine Chilischote geputzt und in feine Streifen, die gebratenen Würste, sechs an der Zahl, in Stücke geschnitten. Dazu braucht man noch ein Paket à 500 ml passierte Tomaten und Salz und Pfeffer und natürlichetwas Pflanzenöl zum Braten.

Die Pfanne wird erhitzt, sie Zwiebeln leicht angebraten und die geviertelten Champignons nach und nach zugegeben. Diese sollen etwas Farbe nehmen und nach möglichkeit kein Wasser ziehen. Wenn das passiert, muss man die Flüssigkeit so lange kochen lassen, bis sie vollständig verdampft ist. Nun gibt man die Chilischote und den Paprika hinzu, füllt mit den passierten Tomaten auf, würzt mit Pfeffer und Salz und gibt die Bratwurstscheiben hinzu. Alles einige Minuten köcheln lassen, bis sich die Aromen miteinander verbunden haben ... hüstel ... bis die Bratwurst heiß ist und servieren. Wer möchte, kann noch ein Stück Ciabatta dazu haben.

Und sie wollten. Wie gut, dass ich noch jede Menge frisch gebacken hatte. Aber das ist eine andere Geschichte, von der ich ein anderes Mal berichte. 

Ach ja, ein kleiner Tipp noch: Niemals die Zipfel von der Bratwurst naschen, das fällt auf. Lieber aus der Mitte nehmen. In diesem Sinne, juut'n Appo!