Samstag, 28. Juni 2014

Uschis schnelle Nummer - Suçuk mit Tomaten und Bacon

Tom, die studentische Hafenhilfskraft kommt angerannt und ruft schon von weitem, dass er fast am verhungern ist und es gaaaaaaanz schnell gehen muss.

"Ok, dann mal ran an die Wurst", denke ich und hole 

3 Scheiben Bacon und 
2 Tomaten 

aus dem Kühlschrank.Weiterhin benötige ich

Salz und
Olivenöl

Fluchs pelle ich die Wurst, schneide sie in Scheiben und lege sie zusammen mit dem Bacon auf meinen Bratwurstrost. Nun wasche ich die Tomaten, trockne sie ab, schneide den Strunk heraus - ich erwähnte an anderer Stelle, dass ich das mache, weil ich es nicht mag, auf das harte Teil zu beißen - und zerteile die Tomaten in halbe Scheiben. Die Tomaten richte ich auf einem Teller an, würze sie mit Salz und nappiere sie anschließend mit Olivenöl. Dann gebe ich die Wurst- und Baconscheiben, die ich zwischendurch einmal gewendet habe, auf den Tomatensalat und schiebe Tom den Teller zu. 

"Bitte schön, mein Gutester", sage ich und sehe amüsiert zu, wie sich Tom über seine Portion hermacht. Plötzlich kommt Biggy, das Näschen in den Wind haltend um die Ecke geschnuppert. 

"Böööööh, sowas will ich auch!" ...

Freitag, 27. Juni 2014

Biggy, Biggy, Wiegetag #1

Heute ist es soweit, Biggys erster Wiegetag ist gekommen. Naja, eigentlich schon der zweite, denn das Startgewicht hatten wir ja letzten Samstag ermittelt. Wie dem auch sei, heute ist es soweit, aber Biggy lässt sich Zeit mit ihrem Erscheinen und wurde auch noch nicht gesichtet. 

Als sie endlich um die Ecke geschlichen kommt, staune ich nicht schlecht. Biggy hat sich sehr leicht bekleidet und kommt in ... Bikini und Pareo daher und weil sie meinen belustigtem Blick bemerkt, begrüßt sie mich mit den Worten: "Pöööh, Anzieh-Klamotten wiegen auch was!" 

"Guten Morgen, meine Liebe", grüße ich gesellig zurück und weise ihr so diskret es eben geht, den Weg hinter meinen Imbisswagen, wo ich heute Morgen die Waage aufgestellt habe. 
"Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen," sage ich und fordere sie auf, ihr Hüfttuch fallen zu lassen, denn das könnte das Ergebnis natürlich auch drastisch verfälschen. 

Langsam lässt Biggy das Fähnchen zu Boden gleiten, streift die Schuhe ab ... "Jaaaaaaa_haaaaa, die sind voll schwer!" ... und steigt auf die Waage ... 
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Das Display zeigt Zahlensalat ...
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OMMMMMMMMMMMMMMM
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"BOAH!" kreischt Biggy, als ihr aktuelles Gweicht angezeigt wird und sie die Differenz zum letzten Mal ausgerechnet hat. "3 KOMMA FÜNF KILO! USCHI, ICH HAB 3 KOMMA 5 KILO ABGENOMMEN! IN! EINER! WOCHE! Nur meinst du, ich soll für jedes Gramm eine Kerbe in den Tresen schnitzen?"

"Na, wir legen lieber für jedes halbe Pfund ein Stück Butter in's Kühlhaus!" entgegne ich, als wir wieder nach vorne gehen ...

Donnerstag, 26. Juni 2014

Eier im Gar-Töpfchen

Mein Blick schweift über die Hafenanlage, als ich Biggy, meine kleine Schauspielerin, näher kommen sehe und just in dem Moment, in dem sie gewahr wird, dass ich sie sehe, fängt sie an schauerlich zu torkeln und sich dabei den Magen zu halten.

"Uschi," krächzt sie mit der letzten Energie, die ihr bleibt, ehe sie vor meinem Imbisswagen zu Boden geht ... und als sie sich mühsam wieder hochzieht, stammelt sie: "Ich brauche Frühstück! ... Und 'ne Cola!" ... 

"Ok," grinse ich, "setzt dich schon mal, die Cola kommt sofort."

Nachdem ich ihr das Getränk gebracht und die neueste Ausgabe der "Hafen-Glamour" zu lesen gegeben habe, mache ich mich ans Werk. 

Ich nehme meine "Töpfchen" aus dem Schrank und fette sie innen gründliche mit Olivenöl ein. Nun lege ich (für 2 Portionen)

6 Eier
1 Tomate und
8 Scheiben Bacon 

bereit. 

Schnell wasche ich die Tomate, trockne sie ab und schneide sie in Würfel. Den Strunk entferne ich vorher, weil ich es nicht mag, auf das harte Ding zu beißen. Nun kleide ich die Töpfchen mit dem Bacon aus, sodass die Enden über den Rand hängen. Dann fülle ich jeweils die Hälfte der Tomaten in die Töpfchen und schlage die Eier hinein. Nun bedecke ich alles mit den überlappenden Speck-Enden und stelle die kleinen Kasserollen ohne Deckel für ungefähr 25 Minuten in den auf 220° C vorgeheizten Backofen.

Biggy merkt nicht, dass es so lange dauert, denn sie ist so in die neuesten Mode-Trends vertieft, dass sie die Zeit um sich vergisst.

"Essen ist fertig!" rufe ich nach einer Weile ... 

Mittwoch, 25. Juni 2014

Frikadellen mit Guacamole, Bacon und Tomaten

Mir hängt der Magen bis zu den Knien und als ich die letzte Mittagsmahlzeit des Tages anrichte, überlege ich, was ich selber mal essen könnte. Vernünftigerweise sollten es 'left overs' sein ... und schmecken sollte es natürlich auch. Aber was erwarte ich an meinem Imbiss ... hüstel ... 

Ich öffne den Kühlschrank, scanne den Inhalt mit geübtem Blick und entdecke einige Zutaten, mit denen sich etwas anfangen lässt und so lege ich mir eine Frikadelle von gestern zurecht, dazu 

3 Scheiben Bacon
2 Tomaten
1 Avocado
1 Knoblauchzehe
Zitronensaft
Olivenöl

Salz und Pfeffer stehen im Regal. 

Ich stelle eine Pfanne ohne Fett auf den Herd, drehe den Schalter auf knapp heiß und lege den Bacon hinein. Dann halbiere und entsteine ich die Avocado, löffle das Fruchtfleisch in meinen Standmixer und träufle etwas Zitronensaft darüber. Nun gebe eine geschälte Knoblauchzehe, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer dazu, verschließe den Mixer und schalte ihn an.

Der Bacon ist fertig und so nehme ich ihn aus der Pfanne, lasse die Scheiben aber auf einem Teller an einer warmen Ecke des Herdes stehen, damit der Speck nicht auskühlt. Dann schneide ich die gewaschenen Tomaten in halbe Scheiben und lege diese auf einen Teller. Ich salze die Tomaten und besprenkle sie mit Olivenöl, dann lege ich das Pattie darauf. Nun noch schnell die Guacamole und den Bacon auf dem Teller anrichten und ... Guten Appetit ... also dachte ich!

"UUUUUUUUSCHIIIIIIIIII!", höre ich Biggy von weitem rufen, "noch nicht zumachen, ich hab' noch Huuuuuuuunger ....!" Seufzend lege ich eine zweites Besteck auf den Tisch ...

Dienstag, 24. Juni 2014

Hamburger - Low Carb (mit Tomaten) Proto Typ

Gerade, als ich mit damit anfangen wollte, die Friteuse sauber zu machen, klingelt das Telefon in meinem Imbisswagen. Ich nehme den Hörer ab und lausche der schwachen Stimme von Biggy, die trotz ihrer 'Unterzuckerung' ohne Umschweife zur Sache kommt: "Duuuuuuu_huuuuu Uschi," haucht sie theatralisch in den Hörer, "nur ich würde so gerne mal Mäkkes! Aber geht ja leider nicht." Und mit scheinbar letzter Kraft schiebt sie hinterher: "Könntest du nicht vielleicht?" 

Nun, nachdem ich mich bereit erklärt habe, ihr etwas zu zaubern, was mit ihrem Diätplan vereinbar ist, kommt Leben in die blonde Sekretärin: "Aber mit Tomate! Rote Kohlenhydrate darf ich! Jaaaaaa_haaaaaa, darf ich und außerdem, ich hab' schon 95 Gramm abgenommen!" Und ehe ich etwas erwidern kann bringt sie das Killer-Argument pro Tomaten: "Und noch außerdemerer müssen wir unsere Jungs in Brasilien unterstützen. Damit die in's Achtelfinale kommen!" 
"Mit Tomaten", schmunzele ich und verabschiede mich von ihr.

Während ich die Fritte sauber mache, überlege ich, wie ich die Buns für die Hamburger ersetzen kann und ich erinenre mich, dass ich mit 15 oder 16 Jahren mal "Salat-Burger" aus einer Zeitschrift gemacht habe. Schon damals zielte diese Diät darauf ab, Kohlenhydrate zu vermeiden, allerdings auch Fette und so wurde dieser Burger mit Tatar gemacht. Aber schmeckte nicht. 

Aber gut, trotzdem will ich es so in der Art versuchen und ich steige hinab in die Kattakomben meines Imbisswagens, um die benötigten Zutaten zu holen und wie immer stelle ich mir meinen Korb bereit, um alles besser nach oben transportieren zu können. 

Für die Burger in haushaltskonformen Mengen, brauche ich:

500 g Rinderhackfleisch 500 g Hackfleisch halb und halb
1 kleine Zwiebel, feinst gewürfelt
2 Knoblauchzehen, feinst gewürfelt
2 Eier 1 Ei
Salz und Pfeffer

Butterschmalz zum Braten

einige Blätter geputzten, gewaschenen und trocken getupften Eisbergsalat Kopfsalat
Bacon in Scheiben, pro Burger 2
Tomate
Gewürzgurke
Gouda in Scheiben
Mayonnaise

Als ich alles nach oben gewuchtet habe, beginne ich damit, die Patties zuzubereiten. Dazu schäle und schneide ich die Zwiebel und den Knoblauch in feinste Würfel und gebe beides in eine große Schüssel. Dann schlage ich die beiden Eier auf und lasse das Innenleben in die Schüssel gleiten. Nun füge ich das Hackfleisch hinzu, ebenso etwas weniger als einen Teelöffel Salz und Pfeffer in nicht genannter Menge und als ich den Fleischteig knete, beschließe ich, beim nächsten Mal nur ein Ei zu nehmen, denn das Ganze ist eine recht glitschige Angelegenheit. Als alles ordentlich vermengt ist, wasche ich mir gründliche die Hände und stelle dann eine Pfanne auf den Herd, schalte diesen an und gebe einen Schnatz Butterschmalz in das Kochgeschirr. Nachdem das Fett heiß ist, forme ich aus der Fleischmasse vier flache Frikadellen, gebe diese in die Pfanne und schalte den Herd - mit neuerlich gewaschenen Händen - auf eine mittlere Stufe. Nach der Hälfte der Garzeit wende ich die Patties einmal und lege den Bacon nebenan auf den Bratwurst-Rost. Da ich den Speck nicht zu kross haben möchte, lasse ich ihn nur kurz angehen, wende ihn einmal und nehme ihn dann herunter.

Nun widme ich mich dem Drumherum des Burgers. Die gewaschenen Tomaten und die Gewürzgurken schneide ich in dünne Scheiben und lege sie mit dem gebratenen Speck bereit. Ich setze ein großes, sauberes Kunststoffbrettchen in die dafür vorgesehene Aussparung auf meinem Arbeitsplatz, lege die Salatblätter überlappend und großflächig darauf und fange an, den Burger von oben nach unten abzuarbeiten. Auf die Salatblätter lege oder kleckse ich der Reihe nach:

- eine Scheibe Käse
- zwei Gurkenscheiben
- einen Klecks Mayonnaise
- eine Tomatenscheibe
- zwei Scheiben Bacon und
- ein Pattie

und schlage dann die Salatblätter, ähnlich einer Kohlroulade, um alles herum. Ok, hier hätte ich besser 'weicheren' Salat nehmen sollen und so notiere ich mir für das nächste Mal 'Kopfsalat'.

Just, in dem Moment, als ich den Burger auf einem Teller anrichten will, kommt Biggy um die Ecke gestöckelt und so schnell es ihre Stilettos erlauben, kommt sie auf den Imbiss zu geeilt.

"Teller kannst du dir sparen," sagt sie und lässt sich direkt das Brettchen geben ...

Okay, hierbei handelt es sich um einen Prototypen. Aber ich bleibe dran.

Sonntag, 22. Juni 2014

Sushi - Low Carb

"Moah, Uschi," knöttert Biggy missgestimmt, als sie an meinen Imbiss kommt, "nur ich hab' 20 Kilo zugenommen. Kannst du nicht mal eine Diät-Karte machen. So mit Sachen drauf, die schmecken und von denen ich ... äääh ... man auch satt wird?"
"Gute Idee", seufze ich und kneife mir verstohlen in mein eigenes Hüftgold, welches sich angesammelt hat, wie Müll in den Straßen von Bad Braeckeln, wenn die Entsorger streiken.
"Was stellst du dir denn so vor?", frage ich hoffnungsvoll und Biggy wedelt begeistert mit einer Zeitschrift. "Hier, guck mal," sagt sie und streckt mir das aufgeschlagene Heft entgegen. "ALLE machen jetzt so Low Carb mit ohne Kohlenhydrate!" Ich nehme die Zeitschrift entgegen und überfliege den Artikel. Mein Hirn beginnt zu arbeiten ... "Paleo, aha!" ...

"Heeeee, Uschi, ich hab' Hunger! Kannst du nicht gleich anfangen?" mault Biggy und ich lege das Magazin zur Seite. Eine Idee habe ich schon und so hole ich 

einige Blätter geputzten Eisbergsalat
ein paar Scheiben Räucherlachs und
Mayonnaise, gerne in der bevorzugten Geschmacksrichtung 

aus dem Kühlschrank.

Ich halbiere die geputzten und gewaschenen Salatblätter und lege zwei Hälften überlappend auf ein sauberes Schneidebrettchen, darauf eine Schicht Räucherlachs und kleckse einen Streifen Mayonnaise längs in die Mitte. Nun rolle ich alles eng auf, halbiere das Ganze und serviere Biggy ihr 'Low Carb Sushi'. Wohl mit Besteck, weil mir diese Röllekes noch etwas dick geraten sind. Gespannt warte ich auf eine Reaktion und als ich in Biggy's verzücktes Gesicht blicke, weiß ich, dass es ihr schmeckt.