Samstag, 9. August 2014

Glutenfreies Hirse-Mehrkornbrot

Am Wochenende überlasse ich den Imbiss gerne der Jugend und so übernehmen heute der Benjamin und seine Freundin das Geschäft. Die Kids freuen sich über eine kleine Kassenaufstockung und mir gibt es Zeit, neue Rezepte in meinen Katakomben auszutüfteln. Im Moment habe ich es mit glutenfreien Backwaren, weil auch einige betroffene Biker vorbei kommen, um sich mit geeignetem Proviant einzudecken. 

Heute möchte ich ein kerniges Brot backen und so ziehe ich mich in meinen Back-Keller zurück und mache mich an's Werk. 

Für dieses Rezept benötige ich: 

250 g Mix it! Dunkel
25 g Hirsegries
25 g Leinsamen, geschrotet
50 g Hirseflocken
25 g Kerne-Mix
1 Tütchen Trockenhefe
1 TL Salz
1/2 TL Zucker
330 ml Wasser
1/2 EL Apfelessig
1/2 TL Olivenöl

Ich nehme eine große Rührschüssel aus dem Regal und wiege die trockenen Zutaten hinein. Dann mische ich diese, bevor ich Wasser, Essig und Öl hinzu kippe. Nun knete ich den Teig gründlich und gebe ihn in eine gefettete Kastenform, die ich mit einem Tuch abdecke und an einem warmen Ort ca. 3/4 Stunden ruhen lasse. Der Teig soll sich merklich ausbreiten. 

Nachdem der Teig ausreichend gegangen ist, schalte ich den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze und wenn die Temperatur erreicht ist, entferne ich das Tuch von der Kastenform und stelle diese auf mittlerer Schiene in's Rohr. Nach 10 Minuten Backzeit schalte ich auf 200°C herunter und backe das Brot für weitere 35 - 40 Minuten. Nach Ablauf der Zeit hole ich mein Werk aus dem Ofen und stürze es auf ein Gitter, auf dem ich es auskühlen lasse ... bevor ich eine Scheibe zum Probieren abschneide ... Lecker! 

Freitag, 8. August 2014

Glutenfreie Schoko-Brownies mit 'Paleo Kokos-Nuss Crunchy'

Gesine Meier-Herne kommt an meinen Imbiss. "So ein Mistwetter", brummelt sie und schüttelt ihren Regenschirm aus, bevor sie ihn in den dafür vorgesehenen Ständer stellt. 

"Aber jetzt erst einmal 'Hallo', meine liebe Frau Currywurst", sagt sie und lobt mein fantastisches Aussehen. Ich gucke sie leicht misstrauisch an und ahne, dass sie ein sogenanntes Attentat auf mich vor hat ... und ich habe Recht. 

"Frau Currywurst, nachher kommt eine Delegation führender Wirtschaftsbosse aus Amerika und wir brauchen unbedingt Brownies. Das blöde daran ist aber, dass die nicht zu süß sein dürfen und außerdem glutenfrei sein müssen. Meinen Sie, sie bekommen das hin?" 
"Keine Sorge, das sollte wohl kein Problem sein," erwidere ich, "denn zufällig beschäftige ich mich gerade mit dem Thema." Nachdem Frau Meier-Herne und ich ein wenig über die Tücken der glutenfreien Ernährung gesprochen haben, verabschiedet sie sich und tritt unter dem Vordach meines Imbisses hervor.
"Ach, wo habe ich bloß meine Gedanken?", sagt sie und greift nach ihren Schirm.

Als sie weg ist, nehme ich meinen Korb und gehe nach unten in die Kattakomben meines Imbiss-Wagens, wo ich die Vorräte aufbewahre, die ich nicht für das unmittelbare Tagesgeschäft benötige. 

Für dieses Rezept brauche ich:

250 g weiche Butter
200 g dunkle Schokolade
150 g Zucker
4 Eier
80 g Mix it! Dunkel (glutenfreies Mehl)
1 TL Backpulver
25 g Back-Kakao
75 g gemahlene Mandeln und
50 g Paleo Müsli 

Zunächst stelle ich einen kleinen Topf mit Wasser auf den Herd und stelle einen Anschlagkessel darauf. Hier hinein gebe ich die Butter und die Schokolade, die ich in Stücke gebrochen habe und lasse beides schmelzen. Wenn diese beiden Zutaten flüssig sind, verquirle ich sie mit dem Schneebesen zu einer geschmeidigen Masse und lasse es etwas abkühlen. 

Nun messe ich den Zucker in eine Rührschüssel, schlage die 4 Eier dazu und mixe das Ei-Zucker-Gemisch mit dem Handrührgerät zu einer weißlich Creme. Nun gieße ich die abgekühlte Schokoladenbutter langsam und unter stetigem rühren in die Eiermasse. Schnell mische ich die restlichen Zutaten, bis auf das Müsli in einer separaten Schüssel und rühre sie unter die Schoko-Creme. Zuletzt hebe ich noch das Müsli unter und schütte den Teig in Ermangelung einer Brownieform in eine flache Auflaufform, die ich vorher mit Backtrennspray gut gefettet habe.

Hatte ich erwähnt, dass ich den Backofen auf 160° Ober-/Unterhitze vorgeheizt hatte? Nein? Habe ich aber und so stelle ich die gefüllte Form für 30 - 45 Minuten (diese Angabe ist diffus, denn es kommt natürlich auf die Form an, in der die Brownies gebacken werden. Bei mir hat es ca. 45 Minuten gedauert, aber in einer klassischen Form kommt man wohl mit weniger Zeit hin)

Nach der anvisierten Backzeit mache ich die Stäbchenprobe. Eigentlich heißt es, dass es bei Brownies schwierig sei, eine solche zu machen, weil das Innenleben noch etwas feucht, die Oberfläche aber matt und rissig sein soll, aber ich mache sie trotzdem und betrachte die Brownies erst dann als fertig, wenn eben kein Teig oder Schokolade mehr am Teststäbchen hängt. So, wie bei normalem Kuchen eben auch und ich kann mich nicht über zu trockene Brownies beklagen.

Ist der Teig durchgebacken, lässt man das Gebäck auf einem Rost, aber IN der Form auskühlen, ehe man es in Stücke schneidet und serviert. 

Später wird mir Frau Meier-Herne berichten, dass die Amerikaner ganz angetan von den 'europäischen' Brownies waren ... Aber das kann ich jetzt noch nicht wissen.