Sonntag, 28. Dezember 2014

Kohortenkochen im Crockpot - Pichelsteiner Eintopf

Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, den Slowcooker abends zu beladen und über Nacht laufen zu lassen. Ich bereite alles schnell noch nach der Abendschicht vor und schalte den Slowcooker an und der Gatte macht das Gerät morgens aus, wenn er zur Abrbeit geht. Das ist weniger stressig und klappt ganz wunderbar.

Für den Pichelsteiner Topf im 3, 5 l Crockpot - und ich schwöre, ich wollte diesmal eine kleine Portion machen - benötigt man:

3 oder 4 Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten
1 handvoll Karotten, geputzt und ich Scheiben geschnitten
1 Stück Lauch, geputzt, gewaschen und in Stücke geschnitten
2 Zwiebeln, geschält und in Würfel geschnitten
ca. 1/3 Wirsing, entstrunkt und in mundgerechte Stücke geschnitten 
2 Rinderbeinscheiben
1 Liter Gemüsesaft
Salz, Pfeffer

Die Kartoffelwürfel zu unterst in den Slowcooker geben, darauf das Gemüse - Möhren, Lauch Zwiebeln - Schichten, den Wirsing oben auf legen, den Gemüsesaft kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und über das Gemüse gießen, mit den Beinscheiben abdecken. Nun den Slowcooker mit dem Deckel verschließen und auf Stufe "Low" schalten. Der Eintopf muss nun für ca. 10 Stunden garen. Nach Ablauf der Zeit, das Fleisch ausstechen und in mundgerechte Stücke schneiden - wobei die Knochen vorher entfernt werden - und zurück in die Suppe geben. Eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Aber wieder einmal muss ich feststellen, dass der kleine 3,5 l Slowcooker viel zu groß für den Gatten und mich ist und wir mindestens noch zwei Tage von dem Eintopf essen werden, was aber nichts macht, denn er ist sehr lecker und ich glaube, Pichelsteiner wird zu meinem Lieblingsessen. Aber ob ich das in zwei Tagen immer noch so sehen werde? Keine Ahnung, denn wer kann das jetzt schon wissen.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Samstag, 20. Dezember 2014

The Slowcooking Mam - Kasseler mit Sauerkraut

Zunächst stelle ich mal fest, dass das Slowcooking nichts für einen Schnellimbiss ist und tatsächlich nur für das Familienabendessen taugt. Also finde ich auf jeden Fall ... zu diesem Zeitpunkt. Außerdem finde ich es etwas stressig, denn man muss das Essen 8 - 10 Stunden vor der Mahlzeit im Topf haben, damit es dann auch fertig ist und nicht erst nach dem Tatort ... oder so. 

Wie dem auch sei, heute gibt es Kasseler mit Sauerkraut und dazu benötige ich:

1 kg frisches Sauerkraut
800 g Kasseler
2 Zwiebeln
2 Äpfel
60 g Speck
20 g Schmalz 
30 g Honig
200 ml Weißwein
200 ml Brühe
Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt

Zunächst einmal drücke ich das Sauerkraut aus und lege es in ein Sieb, damit es noch ein wenig abtropfen kann. Nun gebe ich das Schweineschmalz in eine Pfanne und erhitze es langsam. Dann schäle ich die Zwiebeln und schneide sie in feine Würfel. Ich schäle und entkerne die Äpfel und schneide auch sie in Würfel, ebenso den Speck, den ich wohl nicht schäle und/oder entkerne. Nun schwitze ich alles in dem Schmalz goldgelb an, rühre den Honig unter und lasse das Gemisch ein bisschen karamellisieren. Dann lösche ich mit der Hälfte der Flüssigkeit ab und würze (eventuell) mit Salz, auf jeden Fall mit Pfeffer und mische alles mit dem Sauerkraut. Tja, und dann war da noch die Sache mit dem Loorbeerblatt, welches ich einfach irgendwo unterbringe.

Die Hälfte des Sauerkrauts wird nun in den Slowcooker gegeben, darauf die Kasseler-Scheiben dachziegelartig verteilt und als dritte Schicht das restliche Sauerkraut nebst der übrig gebliebenen Flüssigkeit. Deckel drupp und für eine Stunde auf Stufe "High", danach für weitere 6 Stunden auf Stufe "Low" garen und schwupps, wie von Zauberhand, ist das Sternemenü fertig. Pünktlich zum Feierabend das Gatten und zu Beginn meiner zweiten Schicht, denn als vielbeschäftigte Frittenfachverkäuferin ist man natürlich auch abends im Einsatz.

Mein erstes Fazit zu dem Slowcooker ist, dass selbst der kleine 3,5 l Topf für 2 Personen (die Jungs sind unlängst ausgezogen) zu groß ist und es auch morgen und vielleicht auch übermorgen noch Kasseler mit Sauerkraut gibt ... also wenn ich es nicht auf die morgige Tageskarte setze.

Freitag, 19. Dezember 2014

The Slowcooking Mam - Linsen-Kokossuppe

So, nun stehe ich hier mit meinem neuen Slowcooker und weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Für den ersten Versuch soll ein Süppchen her, am Besten aus Zutaten aus der Vorratshaltung. Ich durchforste die Küchenschränke und finde rote Linsen und eine Packung Kokosmilch. Ok, Linsen-Kokossuppe. Der Kühlschrank gibt noch ein Bund Suppengrün, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch her, außerdem einen knappen halben Liter Fleischbrühe nebst dem dazugehörigen Fleisch.

Listig aufbereitet sieht das dann so aus:

1 EL Olivenöl
1 mittelgroße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Stückchen Sellerie 
1 Möhre
1/1 Stange Lauch
1 Dose Pizzatomaten
200 g rote Linsen, gespült
400 ml Fleischbrühe
200 ml Kokosmilch
Fleischreste/Bratenreste
Salz, Pfeffer, Curry, etwas Zitronensaft

Zunächst einmal ziehe ich die Schale von der Zwiebel und dem Knoblauch ab, schneide beides in feine Würfel und schwitze es in dem Olivenöl an. Dann bestäube ich das Gemisch mit Curry und dünste alles noch eine Weile bei moderater Hitze.

Nun putze ich das Gemüse, schneide es in mittelgroße Würfel und öffne die Dose mit den Tomatenstücken. Das Zwiebelgemisch gebe ich in den Crockpot, füge Gemüse, Tomaten und die Linsen hinzu und fülle mit der Brühe auf. Ich würze mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer und lege den Deckel auf den Slowcooker, der jetzt für ungefähr 10 Stunden auf niedrigen Stufe seine Arbeit erledigen muss. Die Suppe wird nun in dem Kocher auf 75°C erhitzt und bei dieser Temperatur langsam gar gezogen.

Eine Stunde vor Ablauf der Zeit schneide ich das Fleisch in mundgerechte Würfel und fülle es zusammen mit der Kokosmilch in ein Microwellengeschirr um es kurz zu erwärmen. So möchte ich vermeiden, dass die Suppe im Crockpott zu stark abkühlt, wenn ich die beiden Zutaten zugebe und der Garprozess unterbrochen wird. Trotzdem stelle ich den Slowcooker für die restliche Zeit auf "high", denn ich habe keinerlei Erfahrung damit und möchte sicher gehen, dass die Suppe was wird.

Tja, was soll ich sagen. Die Suppe schmeckt einfach göttlich. Sie ist schön cremig und rund im Geschmack. Allerdings sind die Linsen nach 10 Stunden noch bissfest, obwohl es sich um rote Linsen gehandelt hat und ich überlege, ob ich die nicht vielleicht doch vorher einweichen, bzw. vorkochen sollte. Außerdem habe ich zu viel Flüssigkeit verwendet, denn es ist wirklich eine Suppe mit Einlage. Ansonsten kann der erste Versuch durchaus als gelungen verbucht werden.
 

Mittwoch, 17. Dezember 2014

The Slowcooking Mam - Oder: Vanillekipferl, natürlich nicht aus dem Slowcooker

"Schalt mal einen Gang runter, meine liebe Frau C., bevor du mir noch 'out burnst'", sagt der Mann und überreicht mir feierlich einen 3,5 l Crockpott, einen sogenannten Slowcooker von Morphy Richards (womit das auch eben abgehandelt ist). Ich schwanke noch zwischen Empörung und Irritation, aber Recht hat er: Ich bin wirklich ein gestresstes Menschenkind.

Nun stellt sich allerdings die Frage, was ich mit dem Ding anfange, aber gut, ich wäre nicht Frau Currywurst, eine diplomierte Frittenfachverkäuferin, wenn mir dazu nicht auch noch etwas einfiele. Aber erst einmal  widme ich mich dem Tagesgeschäft und backe nebenbei eine Ladung Vanillekipferl. 

Für ca. 4 - 5 haushaltsübliche Backbleche, je nachdem wie groß man die Kipferl formt benötigt man

Block 1:
250 g Mehl
210 g Butter, kalt
80 g Zucker
100 g Mandeln
2 Päckchen Bourbon Vanille Zucker

Block 2:
250 g Puderzucker
2 Päckchen VANILLIN, kein Vanillezucker aus dem Discounter!!

und Frischhaltefolie, die ich aus den verschiedenen Lagerorten hole.

Nun wiege ich die trockenen Zutaten aus dem ersten Block und mische sie sorgfältig. Danach gebe ich die kalte Butter in kleinen Stückchen hinzu und verknete alles schnell zu einem Teig, den ich in Rollen forme und in fest Frischhaltefolie packe. Der Teig muss nun eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.

Irgendwann, .... äääääääääh, ... als es mir wieder einfällt, heize ich den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze und lege die benötigten Bleche mit Backpapier aus. Ich hole eine der Teigrollen aus der Kühlung, wickele diese aus und schneide sie in ... tja, ... vielleicht fingerdicke Scheiben bei einem Rollendurchmesser von 4 cm. Also muss man ausprobieren. Diese Scheiben rolle ich in der Hand zu madenähnlichen ... ja, sorry, irgendwie sieht es so aus ... Würmern und lege diese in nicht zu kleinem Abstand auf die vorbereiteten Backbleche und backe alles nacheinander für ca. 15 Minuten ab. 

Die heißen Kipferl bestreue ich mit einem Gemisch aus Puderzucker und Vanillin und lege sie dann zum auskühlen auf ein Gitter. Wenn sie kalt geworden sind, pudere ich noch einmal nach und fülle die Kipferl in eine gut verschließbare Dose ...

... und zwar genau in dem Moment, as Biggy um die Ecke kommt, ihr näschen in den Wind hält und dem verführerischen Duft von frischgebackenen Vanillekipferl folgt. 

"Boah, Frau Currywurst, Vanillekipferl sind meine Lieblings", sagt sie und guckt mich mit diesem unglaublichen Blick an, dem ich nicht widerstehen kann. "Ok", seufze ich resigniert und reiche ihr ein Plätzchen rüber.

Tja, und was ich dann mit dem Slowcooker angefangen habe, können wir heute noch nicht wissen, aber ich bin sicher, dass wir es bald erfahren werden. Schalten Sie wieder ein, wenn es heißt "The Slowcooking Mam" ... naja, und zu allen anderen Gelegenheiten natürlich auch.